Kreß
Highlights
- Die Kreß gehören seit 1270 zu den ältesten Patrizierfamilien Nürnbergs und waren bis 1806 im Inneren Rat vertreten.
- Ihr Stammsitz Kressenstein entstand 1457 als Wasserschloss und wurde später nach Zerstörungen wieder aufgebaut.
Tipps
- Früheste urkundliche Erwähnung der Familie Kreß datiert aus dem Jahr 1270.
- Zugehörigkeit zum Inneren Rat der Reichsstadt Nürnberg ab 1418.
- Besitz des Rittersitzes Dürrenmungenau seit 1651 dokumentiert.
Eigenschaften
Kulturdenkmal Kreß: Historische Kapelle mit Panorama-Blick auf Nürnberg entdecke
Das Kulturdenkmal Kreß in Nürnberg ist eng mit der Geschichte der einflussreichen Patrizierfamilie Kreß verbunden, die über Jahrhunderte maßgeblich am städtischen Leben beteiligt war. Erstmals urkundlich erwähnt im Jahr 1270, gehörten die Kreß von Kressenstein dem regierenden Nürnberger Patriziat an und spielten eine zentrale Rolle in der Stadt. Von 1418 bis 1806 waren sie nahezu ununterbrochen im Inneren Rat vertreten und wurden nach dem Tanzstatut von 1521 zu den neuen ratsfähigen Geschlechtern gezählt. Ab 1651 gehörten sie außerdem zur Reichsritterschaft im Ritterkanton Altmühl. Ursprünglich besaß die Familie um 1300 im Ortsteil Kraftshof einen Bauernhof, den Friedrich Kreß als Lehnsnehmer der Herren von Berg innehatte. An dieser Stelle stiftete er die um 1315 geweihte Wehrkirche Sankt Georgen. Aus dem Herrenhof entwickelte sich im Laufe der Zeit ein repräsentativer Familiensitz. 1403 gelangte das Anwesen an die Brüder Konrad und Ulrich Kreß, die es als „Kressenstein“ bezeichneten. Während des Ersten Markgrafenkriegs wurde der Sitz 1449 weitgehend zerstört. Hieronymus Kreß ließ daraufhin ein kleines Fachwerkgebäude – das sogenannte „Sommerhaus“ – auf dem alten Fundament errichten. Etwa 1457 entstand daneben ein neues Wasserschloss, das mehrere Kriege überdauerte, ehe es 1634 im Dreißigjährigen Krieg niederging. Zwischen 1712 und 1713 wurde an der Stelle der alten Ökonomiegebäude ein barockes Herrenhaus errichtet, das bis zum Zweiten Weltkrieg Bestand hatte. Das „Sommerhaus“ ist heute noch erhalten und zählt zu den bedeutenden Baudenkmalen des ehemaligen Familiensitzes. Es zeugt von der langen Tradition der Familie, die nicht nur in Nürnberg, sondern auch überregionale Bedeutung hatte. Die Kreß unterhielten enge Beziehungen zur Reichsritterschaft und verfügten über Güter weit jenseits der Stadtgrenzen. Vom Kaiser erhielten sie besondere Privilegien, darunter das Recht, ihre Sitze als Kressenstein zu bezeichnen und die Güter frei zu vererben. Heute ist der historische Familiensitz ein markantes Zeugnis der Nürnberger Patriziergeschichte. Das Gelände in Kraftshof lädt zu einem kulturellen Ausflug ein, der nicht nur Architekturinteressierte anspricht, sondern auch alle, die sich für die Geschichte der Reichsstadt Nürnberg begeistern. In unmittelbarer Nachbarschaft zu weiteren historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt bietet der Standort einen idealen Rahmen für einen Spaziergang durch vergangene Epochen. Die jahrhundertealte Tradition der Familie Kreß spiegelt sich bis heute in den erhaltenen Bauten wider und lädt dazu ein, die Spuren einer einflussreichen Familie zu erkunden.
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Häufige Fragen zu Kreß
Wer waren die Kreß von Kressenstein?
Quelle: wikipedia
Was ist die Bedeutung von Kraftshof für die Familie Kreß?
Quelle: wikipedia
Welche Rolle spielte die Familie Kreß im Rat von Nürnberg?
Quelle: wikipedia
Was ist das 'Tanzstatut' von 1521 und wie betraf es die Kreß?
Quelle: wikipedia