Kulturzentrum

Projekt 31

An den Rampen 31, 90439 Nürnberg

Highlights

  • Projekt 31 in Nürnberg ist ein seit über 10 Jahren aktives Kulturzentrum für kritische, alternative Kultur und Gegenöffentlichkeit.
  • Alle Entscheidungen werden in der offenen Vollversammlung getroffen – Mitglieder gestalten selbst Regeln und Schutzkonzepte gegen Diskriminierung.
  • Keine Beiträge: Der Verein lebt von aktiver Teilhabe, regelmäßigen Versammlungen und kollektiver Selbstorganisation ohne Hierarchien.

Tipps

  • Der Besuch von ‚Projekt 31‘ erfolgt in einem Raum, der explizit Schutz vor Diskriminierung und Gewalt – etwa rassistischen oder sexistischen Äußerungen – garantiert.
  • Die Räumlichkeiten bieten eine Plattform für alternative Kulturprojekte, die sich gegen gesellschaftliche Ungleichheiten und ökonomische Ausbeutung richten.
  • Die Teilnahme an Mitgliederversammlungen ermöglicht Einblicke in die demokratische Struktur, bei der alle Anwesenden über Entscheidungen mitbestimmen können.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Kulturzentrum Projekt 31 Nürnberg: Kultur erleben

Das Projekt 31 in Nürnberg ist ein lebendiges Kulturzentrum, das seit über einem Jahrzehnt als Raum für kritische und alternative Kultur dient. Es wurde von Mitgliedern des Vereins Alternative Kultur Nürnberg e.V. ins Leben gerufen und bietet eine Plattform für Menschen, die sich gegen politische, soziale und ökonomische Missstände engagieren. Hier finden sich Künstler:innen, Aktivist:innen und Interessierte zusammen, um gemeinsam Gegenentwürfe zu kapitalistischen Strukturen zu entwickeln und alternative Lebensentwürfe zu leben.

Ein zentrales Merkmal des Projekts ist seine demokratische Struktur: Die Vollversammlung ist das höchste Entscheidungsgremium, an dem sich alle Mitglieder und Interessierten aktiv einbringen können. Schutz vor Diskriminierung – etwa durch sexualisierte Gewalt, Rassismus oder Homophobie – ist dabei eine Selbstverständlichkeit. Die Satzung legt fest, dass alle Mitglieder verpflichtet sind, sich an die Beschlüsse der Versammlung zu halten und aktiv am Vereinsleben teilzunehmen. Die Mitgliedschaft ist nur durch persönliche Teilnahme an den Versammlungen bestätigt, und der Austritt ist jederzeit möglich.

Das Projekt 31 versteht sich als Freiraum und Schutzraum zugleich. Es richtet sich an Menschen, die in traditionellen Kulturinstitutionen oder der Gesellschaft oft keine Anerkennung finden. Durch regelmäßige Mitgliederversammlungen, transparente Kassenführung und partizipative Entscheidungsprozesse wird sichergestellt, dass der Verein seinen idealistischen Zielen treu bleibt. Die Räumlichkeiten dienen als Ort für Konzerte, Ausstellungen, Workshops und politische Diskussionsrunden – immer mit dem Fokus auf Solidarität und kollektive Verantwortung.

Historisch wurzelt das Projekt in der Nürnberger Alternativszene der 1970er Jahre, als sich nach den Erfahrungen von 1968 und der APO erste Initiativen für selbstverwaltete Kulturzentren formierten. Bis heute bleibt das Projekt 31 ein Ort der Begegnung, an dem politische Bildung, künstlerische Projekte und praktische Solidarität Hand in Hand gehen. Wer sich für eine Kultur jenseits von Kommerz und Hierarchien interessiert, findet hier eine Gemeinschaft, die aktiv gegen Ausgrenzung und Ungerechtigkeit kämpft.

Mit seiner offenen und partizipativen Ausrichtung bleibt das Projekt 31 ein wichtiger Gegenpol zu etablierten Kulturangeboten. Es zeigt, wie alternative Strukturen aussehen können – von der finanziellen Unabhängigkeit (ohne Mitgliedsbeiträge) bis hin zur klaren Haltung gegen jede Form von Diskriminierung. Für alle, die sich für eine Kultur der Selbstbestimmung einsetzen, ist es mehr als nur ein Ort: Es ist ein lebendiges Experiment in kollektiver Verantwortung.

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