Denkmal/Gedenkstätte

Teufelsbrünnlein

90562 Heroldsberg

Highlights

  • Das Teufelsbrünnlein ist ein Nürnberger Sandsteinbrunnen am Nordturm der Lorenzkirche.
  • Es zeigt einen Drachen und einen Teufel, der einen Schulbuben ergreift.
  • Der Brunnen wurde 1888 nach einem Entwurf von Friedrich Wanderer errichtet.

Tipps

  • Beim Teufelsbrünnlein an der Lorenzkirche achtet man auf das Sandsteinrelief mit Teufel, Drachen und dem Schulbuben – ein Werk aus dem Jahr 1888.
  • Der Brunnen ist durch ein Schutzgitter gesichert, das Becken viereckig mit Schwenkauslauf.
  • Hintergrund ist die Sage vom schummelnden Schusserbuben, den der Teufel holt – sein Käpple soll heute auf dem Kirchenblitzableiter sein.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Teufelsbrünnlein

Das Teufelsbrünnlein befindet sich im bayerischen Heroldsberg im Landkreis Erlangen-Höchstadt und zählt zu den historischen Sehenswürdigkeiten der Region. Es handelt sich um einen kunstvoll gestalteten Steinbrunnen, der unmittelbar am Nordturm der Lorenzkirche errichtet wurde. Der Brunnen wurde nach einem Entwurf des Künstlers Friedrich Wanderer im Jahr 1888 geschaffen und besteht aus Sandstein. Seine auffällige Gestaltung und die mythologische Motivik machen ihn zu einem bemerkenswerten Kulturdenkmal.

Das Brünnlein ist viereckig angelegt und verfügt über einen Schwenkauslauf sowie ein Schutzgitter. An der Rückwand des Beckens grenzt ein Relief an die Kirchenmauer an, das das Wappen der Stadt Nürnberg und den Heiligen Laurentius zeigt. Der Übergang vom Relief zu einem neugotischen Rundpfeiler ist stilistisch als Dach gedeutet. Auf den seitlichen Schrägen sind zwei Figuren dargestellt: rechts ein Drache, links der Teufel, der einen Schulbuben ergreift. Diese Szene ist eng mit einer regionalen Sage verbunden.

Die Sage erzählt von einem schusseligen Schuljungen, der auf dem Schulhof am Lorenzer Platz beim Murmelspiel schummelte. Als seine Mitschüler ihn darauf ansprachen, beteuerte er seine Unschuld und rief: „Wenn’s nicht wahr ist, soll den Gast der Teufel holen!“ Sofort erschien der Teufel, packte den Jungen und nahm ihn mit. Während des Flugs verlor der Bub seine Kappe, die vom Blitzableiter des Chordachs der Lorenzkirche aufgefangen wurde. Diese Kappe soll dem Blechknauf des Dachs den Spitznamen „Lausbubenkäpple“ eingebracht haben.

Das Teufelsbrünnlein wird in den Bewertungen unterschiedlich wahrgenommen. Während einige Besucher den Zustand des Brunnens kritisch sehen und von Verschmutzungen durch Abgase berichten, wird er dennoch als sehenswert und kunstvoll beschrieben. Besonders ins Auge springt die Darstellung des Teufels, der den kleinen Schulbuben packt. Andere nennen den Brunnen schlicht süß oder loben seine detailreiche Gestaltung. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,40 von 5 Sternen bei 59 Bewertungen zeigt sich das Teufelsbrünnlein als geschätztes Kulturdenkmal in der Öffentlichkeit.

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