Atelier Johannes Pfeiffer
Highlights
- Johannes Pfeiffer schuf 2003 das ‚Waldlabyrinth‘ für die Landesgartenschau Tuttlingen, 2019 als ‚Metamorphose‘ neu interpretiert.
- 2025 präsentierte er im Museum Bad Waldsee das interaktive Werk ‚Im Atem der Freiheit‘ mit mittelalterlichen Figuren.
Tipps
- Die Ausstellung zeigt Werke, die sich mit historischen Materialien wie den Steinen des Keplerdenkmals auseinandersetzen und deren künstlerische Umdeutung präsentieren.
- Ein Fokus liegt auf der Verbindung von mittelalterlichen Kunstformen und zeitgenössischen Installationen, die thematisch mit Freiheit und Transformation verbunden sind.
- Die Präsentation erfolgt in einem Raum, der durch Licht und Bewegung die Dynamik der dargestellten Themen unterstreicht und eine immersive Wirkung erzeugt.
Eigenschaften
Kunstgalerie Johannes Pfeiffer – Ausflug in Nürtingen
Das Atelier Johannes Pfeiffer in Nürtingen ist ein bedeutender Ort der zeitgenössischen Kunst und ein lebendiges Labor für experimentelle Ausdrucksformen. Der Künstler Johannes Pfeiffer, bekannt für seine interdisziplinären Projekte, verbindet hier Materialität, Licht und Raum zu einzigartigen Installationen. Sein Werk verbindet oft historische und gesellschaftliche Bezüge mit innovativen Techniken – etwa durch die Umgestaltung von Steinen aus dem Keplerdenkmal oder die Auseinandersetzung mit mittelalterlichen Skulpturen in Ausstellungen wie *„Im Atem der Freiheit“* im Museum für Kunst und Kultur Bad Waldsee. Diese Werke zeigen Pfeiffers Fähigkeit, traditionelle Materialien in neue, poetische Kontexte zu stellen.
Ein zentrales Thema in Pfeiffers Schaffen ist die Wechselwirkung zwischen Mensch und Natur. Die Arbeit *„Waldlabyrinth“* aus Tuttlingen, ursprünglich für die Landesgartenschau 2003 entstanden, wurde später zur Installation *„Metamorphose“* weiterentwickelt – ein Beispiel für seine dynamische Auseinandersetzung mit ökologischen und räumlichen Transformationsprozessen. Auch in internationalen Projekten wie der Lichtinstallation *„mene mene tekel“* in Tutzing (in Zusammenarbeit mit der Christuskirche) oder der Doppelausstellung *„Horizons“* in Prag zeigt sich sein Interesse an Licht als gestaltendem Element und seiner Fähigkeit, Räume zu verändern.
Das Atelier in Nürtingen dient nicht nur als Werkstatt, sondern auch als Ort der Reflexion und des Dialogs zwischen Kunst, Geschichte und öffentlichem Raum. Pfeiffers Arbeiten laden dazu ein, Alltägliches neu zu betrachten – sei es durch die Umdeutung historischer Steine oder durch atmende Skulpturen, die Freiheit und Bewegung symbolisieren. Die Nähe zur Region prägt dabei seinen Ansatz: Ob durch die Verbindung zu baden-württembergischen Museen oder die Zusammenarbeit mit lokalen Institutionen wie dem Forstamt Tuttlingen, entsteht ein Werk, das sowohl ortsgebunden als auch universell verständlich ist.
Besucher des Ateliers können nicht nur die Entstehung seiner Werke mitverfolgen, sondern auch die Verbindung zwischen Pfeiffers künstlerischem Prozess und den gesellschaftlichen Themen unserer Zeit erleben. Ob durch temporäre Ausstellungen oder die Präsentation seiner langfristigen Projekte – das Atelier ist ein Ort, an dem Kunst als lebendiger Dialog zwischen Vergangenheit und Zukunft entsteht. Hier wird deutlich, wie Pfeiffer durch seine Arbeit Räume nicht nur gestaltet, sondern auch neue Perspektiven eröffnet.