Museum

Ehemalige Getreidemühle, Ölmühle und Sägewerk Untermühle, Nussdorfer Mühlenweg,11. Station

Dorfstraße 2, 83131 Nußdorf am Inn

Highlights

  • Ehemalige Getreidemühle, Ölmühle und Sägewerk mit historischer Bedeutung in Nußdorf am Inn.
  • Geschichtspfad führt entlang der Mühlenanlagen mit Dokumenten und Fotos aus Nußdorfs Gewerbezeit.
  • Führungen entlang des Mühlbachs zeigen Mühlenbetrieb und regionale Handwerkstraditionen.

Tipps

  • Die Ausstellung zeigt historische Dokumente und Fotografien zur lokalen Gewerbegeschichte entlang des Mühlbachs, die über die Dauerausstellung hinausgehen.
  • Ein Defibrillator steht zwischen Tennisheim und Schwimmbad bereit und ist durch ein Piktogramm gekennzeichnet, falls medizinische Hilfe benötigt wird.
  • Führungen entlang des Mühlenwegs finden regelmäßig von Mai bis Oktober jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat statt und bieten Einblicke in die regionale Mühlentradition.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Museum Untermühle – Nußdorf am Inn

Die Ehemalige Getreidemühle, Ölmühle und Sägewerk Untermühle am Nussdorfer Mühlenweg markiert eine der bedeutendsten Stationen des historischen Gewerbes entlang des Mühlbachs in Nußdorf am Inn. Als Teil des traditionellen Mühlweges bietet der Ort einen faszinierenden Einblick in die handwerkliche Vergangenheit der Region. Hier wurden über Jahrhunderte Getreide gemahlen, Öl gewonnen und Holz verarbeitet – ein Zeugnis der engen Verbindung zwischen Natur, Wasser und menschlicher Arbeit.

Die Anlage war ein zentraler Wirtschaftsfaktor für Nußdorf und die umliegenden Gebiete. Der Mühlbach, der durch das Tal fließt, versorgte die Mühlen mit der notwendigen Energie, während die Sägewerke die lokale Holzverarbeitung prägten. Die Ölmühle ergänzte das Spektrum der Produktionsstätten, indem sie aus regionalen Rohstoffen hochwertige Produkte herstellte. Solche Mühlenanlagen waren nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch soziale Treffpunkte und prägten das Leben der Dorfgemeinschaft nachhaltig.

Obwohl die Gebäude heute nicht mehr in vollem Umfang ihren ursprünglichen Zweck erfüllen, bleibt ihre historische Bedeutung erhalten. Die 11. Station des Mühlweges lädt Besucher ein, die Geschichte dieser Mühlen zu erkunden – besonders durch die geführten Rundgänge, die von Mai bis Oktober jeden ersten und dritten Donnerstag angeboten werden. Die Führung entlang des Geschichtspfads verbindet archäologische Funde, historische Dokumente und mündliche Überlieferungen zu einem lebendigen Bild vergangener Handwerkskunst.

Wer sich für die kulturelle Entwicklung Nußdorfs interessiert, findet hier mehr als nur eine Ruine: Die Ausstellung und die Führung vermitteln ein Gefühl für das tägliche Leben früherer Generationen. Besonders die Geschichten und Fotos, die im Buch *„Nußdorfs Gewerbe am Mühlbach“* gesammelt wurden, zeigen, wie eng die Mühlen mit dem Alltag der Menschen verwoben waren. Der Defibrillator am Tennisheim und Schwimmbad erinnert zudem an die heutige Verantwortung für Sicherheit – ein Zeichen, dass Geschichte und Moderne hier Hand in Hand gehen.

Die Untermühle steht somit als Symbol für den Wandel von Handwerk zu Industrie, ohne jedoch ihre historische Faszination zu verlieren. Sie ist nicht nur ein Museum, sondern ein lebendiges Stück regionaler Identität – ein Ort, an dem man die Spuren vergangener Zeiten nachvollziehen und gleichzeitig die Bedeutung des Mühlbachs für die Entwicklung Nußdorfs verstehen kann. Die Führung entlang des Mühlweges macht diese Verbindung greifbar und lädt dazu ein, die Geschichte aktiv zu erleben.

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