Galerie

Kunstverein Kemlitz eV

Kemlitzer Hauptstraße, 15837 Baruth/Mark

Highlights

  • Der Kunstverein Kemlitz e.V. in Baruth/Mark zeigt interdisziplinäre Ausstellungen mit Fokus auf zeitgenössischer Grafik und Buchkunst.
  • Im alten Tanzsaal präsentierte das Juni Celloquartett 2023 ein Programm über fünf Jahrhunderte klassischer Musik.
  • Der Verein fördert Künstler wie Ringela Riemke, die als Solocellistin und Pädagogin international aktiv ist.

Tipps

  • Der Besuch des Kunstvereins ermöglicht einen Einblick in wechselnde Ausstellungen zur zeitgenössischen Grafik und Buchkunst sowie zu experimentellen Musikprojekten.
  • Im Rahmen von Konzerteventen wird ein musikalischer Überblick über fünf Jahrhunderte präsentiert, der von mittelalterlicher Chormusik bis zu moderner Klassik reicht.
  • Die Ausstellungsräume bieten Raum für künstlerische Zyklen, die literarische Werke wie Hölderlins ‚Hyperion‘ oder Goethes ‚Faust II‘ in plastischer Form interpretieren.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kunstverein Kemlitz eV – Galerie Baruth/Mark

Der Kunstverein Kemlitz e.V. in Baruth/Mark ist ein lebendiges Zentrum für zeitgenössische Kunst und Kultur, das sich durch vielseitige Ausstellungen und kreative Veranstaltungen auszeichnet. Als lokal verankertes Kunstzentrum fördert der Verein den Dialog zwischen regionalen und überregionalen Künstlern und schafft so einen Raum für künstlerischen Austausch und Inspiration. Besonders hervorzuheben sind die experimentellen Ansätze, die hier umgesetzt werden – von plastischen Installationen bis hin zu ungewöhnlichen musikalischen Projekten.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Verbindung von Literatur und bildender Kunst. So wurden in vergangenen Ausstellungen Werke von Dagmar Ranft-Schinke präsentiert, deren plastische Zyklen zu literarischen Klassikern wie Hölderlins „Hyperion“ oder Goethes „Faust II“ überzeugen. Die „bizarre Poesie“ ihrer Arbeiten, wie sie der Katalog beschreibt, verleiht den Ausstellungen eine einzigartige, fast surrealistische Atmosphäre. Der geziegelte Ausstellungsraum wirkt dabei wie ein idealer Rahmen für diese ungewöhnlichen künstlerischen Interpretationen.

Doch nicht nur die bildende Kunst kommt hier zu Wort: Das Dr. Juni Celloquartett mit Ringela Riemke, Romane Montaux-Mie, Nina Monné und Uschik Choi bot in einem früheren Programm einen unterhaltsamen Überblick über fünf Jahrhunderte Musikgeschichte. Von Josquin des Prez’ „Ave Maria“ über Mozarts „Hochzeit des Figaro“ bis hin zu Astor Piazzollas „Oblivion“ zeigte die Veranstaltung die Bandbreite klassischer und moderner Klänge – stets mit einem Augenzwinkern und einer Prise Experimentierfreude.

Die Künstlerinnen des Quartetts, darunter Ringela Riemke mit ihrer Erfahrung als Solocellistin des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin, verbinden traditionelle Virtuosität mit innovativen Ansätzen. So setzen sie auch in weniger klassischen Besetzungen Akzente, etwa durch Theaterprojekte oder ungewöhnliche Kombinationen mit Gesang und Gitarre. Der Kunstverein nutzt diese Vielfalt, um das kulturelle Angebot in Baruth/Mark zu bereichern und ein Publikum für ungewöhnliche Kunstformen zu begeistern.

Ob als Ort für kontemplative Kunstbetrachtung oder als Plattform für lebendige musikalische Begegnungen – der Kunstverein Kemlitz e.V. beweist, dass Kultur nicht nur in traditionellen Räumen gedeiht. Stattdessen entsteht hier ein dynamischer Austausch, der Neugier weckt und zum Verweilen einlädt. Wer sich für ungewöhnliche künstlerische Perspektiven öffnet, findet hier Inspiration und Überraschungen – fernab von Klischees, aber mit viel Herzblut.

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