kitev - Kultur im Turm e.V.
Highlights
- Kitev nutzt den denkmalgeschützten Turm als barrierefreien Kulturort mit Ausstellungen, Performances und partizipativen Projekten wie ‚Refugees’ Kitchen‘ oder ‚Chance Tanz‘.
- Im Oberhausener Hauptbahnhof gestaltete kitev gemeinsam mit Studierenden Lounge, Podium und Ausstellungsraum für die Kurzfilmfestspiele – inklusive temporärer Kunstinstallationen.
- Das Projekt ‚BITTER THINGS‘ untersucht mit forschungsbasierten Methoden Migration und Familienbilder aus Perspektive von Arbeitsmigrant*innen und Kindern.
Tipps
- Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen ungehinderten Besuch des Kulturzentrums für alle Gäste.
- Im Rahmen von ‚Refugees’ Kitchen‘ werden kulinarische Projekte von Geflüchteten und Künstler*innen präsentiert, die interkulturellen Austausch fördern.
- Die Unterhaus Galerie bietet wechselnde Ausstellungen und Performances, die gesellschaftliche Themen und künstlerische Perspektiven aufgreifen.
Eigenschaften
Kulturzentrum Oberhausen: Kitev – Kultur im Turm
Im Herzen von Oberhausen steht der kitev – Kultur im Turm e.V. als lebendiger Ort für kreative Begegnungen und partizipative Kulturprojekte. Der denkmalgeschützte Turm bietet seit Jahren eine Plattform für Künstler*innen, Aktivist*innen und Besucher*innen, die sich mit temporären Ausstellungen, Performances und medienbasierten Projekten auseinandersetzen. Besonders prägend ist die Zusammenarbeit mit Geflüchteten und Künstler*innen, etwa im Rahmen des Refugees’ Kitchen, eines mobilen Küchenprojekts, das Solidarität und kulinarische Kultur verbindet. Durch solche Initiativen schafft kitev Räume für interkulturellen Austausch und experimentelle Formate.
Ein zentraler Fokus liegt auf der Umgestaltung des historischen Turms zu einem flexiblen Kulturzentrum. Der Umbau zielt darauf ab, die Bausubstanz und Infrastruktur so zu nutzen, dass sie projektbezogenen und temporären künstlerischen Arbeiten dient. Neben Ausstellungen wie BITTER THINGS, das sich mit den Auswirkungen von Arbeitsmigration auf Familienstrukturen beschäftigt, oder der performativen Serie SHARE EVERYTHING, entstehen hier auch partizipative Formate wie Chance Tanz, das seit 2015 Teil des bundesweiten Programms „Kultur macht stark!“ ist. Durch solche Angebote wird der Turm zu einem Ort, der nicht nur Kultur präsentiert, sondern auch mitgestaltet.
Kitev engagiert sich zudem für barrierefreie und inklusive Kultur. Der rollstuhlgerechte Zugang und das barrierefreie WC unterstreichen das Bestreben, alle Besucher*innen einzubeziehen. Projekte wie „Wir reparieren ein Hochhaus“ zeigen, wie Gemeinschaftsprozesse und kollektive Ideenwerkstätten konkrete Veränderungen in der Stadtlandschaft anstoßen – etwa durch die Renovierung historischer Schriftzüge oder die Umnutzung leerstehender Räume. Auch die Zusammenarbeit mit Schulen und Architekturbüros, wie beim Umbau des Oberhausener Hauptbahnhofs, verdeutlicht den Anspruch, Kultur als partizipativen und transformativen Prozess zu verstehen.
Mit Initiativen wie Post Oil City, die sich mit urbaner Landwirtschaft und postfossilen Stadtkonzepten auseinandersetzt, oder der Installation McDomus – einer medientechnischen Arbeit der Ateliers Stark – verbindet kitev aktuelle gesellschaftliche Themen mit künstlerischer Praxis. Ob durch Lichtinstallationen auf historischen Gleisen oder experimentelle Filmformate: Der Turm wird so zu einem Labor für neue Perspektiven. Kitev lädt ein, sich auf die Suche nach Möglichkeiten zu begeben – sei es durch Ausstellungen, Workshops oder gemeinsame Projekte, die Oberhausen als Ort der Vielfalt und des Miteinanders stärken.
Ob als Veranstaltungsort, Atelier oder Denkraum: kitev zeigt, dass Kultur mehr ist als reine Präsentation. Indem es Räume für Debatten, Kreativität und Solidarität schafft, wird der Turm zum Symbol für eine Kultur, die sich ständig neu erfindet – und dabei niemanden zurücklässt. Hier geht es darum, gemeinsam neue Wege zu gehen, ob in der Kunst, im urbanen Raum oder im zwischenmenschlichen Austausch.