Archäologische Stätte

Kocherburg

Friedensinsel 1, 73432 Aalen

Highlights

  • Die Kocherburg ist eine Höhenburg im Stadtteil Unterkochen von Aalen und liegt auf etwa 572 Metern Höhe.
  • Erstmals erwähnt 1136, diente sie als Verwaltungssitz und wechselte mehrfach den Besitzer.
  • Im 17. Jahrhundert wurde sie zur Residenz ausgebaut, später im Krieg zerstört und aufgeforstet.

Tipps

  • Kocherburg ist eine historische Höhenburg mit weitem Blick über das Härtsfeld und eignet sich gut für Wanderungen.
  • Die Ruine liegt etwa 80 Meter über dem Häselbach und ist über Wege vom Ortsrand Unterkochen aus erreichbar.
  • Vor Ort sind keine gastronomischen Einrichtungen vorhanden, Getränke und Verpflegung sollten mitgebracht werden.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Archäologische Ausflüge in Kocherburg, Aalen

Die Kocherburg ist eine geschichtsträchtige Burgruine im Stadtteil Unterkochen der Stadt Aalen im Bundesland Baden-Württemberg. Diese im 11. Jahrhundert erbaute Spornburg thront auf einer Hochfläche des Härtsfelds und bietet einen beeindruckenden Blick über die umliegende Landschaft. Ursprünglich in eine prähistorische Befestigungsanlage integriert, entwickelte sich die Stelle im Laufe der Jahrhunderte zu einem wichtigen Verwaltungssitz. Erstmals erwähnt wurden die Herren von Kochen im Jahr 1136, die vermutlich auf dieser Burg residierten und möglicherweise den Grafen von Dillingen oder dem Kloster Ellwangen dienten.

Im Mittelalter wechselte der Besitz der Kocherburg mehrfach. Spätestens ab dem 13. Jahrhundert diente sie als Verwaltungssitz des Klosters Ellwangen. Im Zuge kriegerischer Auseinandersetzungen gelangte sie zeitweise in den Besitz der Grafen von Oettingen, die Ministerialen des Hauses Ahelfingen als Amtsträger einsetzten. Auch der Ellwanger Abt Albrecht Hack von Wöllstein sowie später Fürstpropst Johann von Hürnheim nutzten die Burg als Wohnsitz. Im 17. Jahrhundert wurde das baufällige Gebäude abgerissen und durch ein Renaissanceschloss ersetzt, das jedoch während des Dreißigjährigen Krieges durch schwedische Truppen zerstört wurde.

Nach der Zerstörung diente das Gelände als Steinbruch für andere Bauten in der Region, darunter das Amtshaus und die Pfarrkirche in Unterkochen. Ab 1813 wurde das Schlossbaufeld aufgeforstet, wodurch die Ruine heute inmitten eines dichten Buchenwaldes liegt. Erste archäologische Untersuchungen fanden bereits 1913 statt, initiiert durch Adolf Palm, Vorsitzender des Albvereins. Unter der Leitung des Burgenforschers Konrad Albert Koch wurden Teile der Mauerwerke freigelegt und dokumentiert. Weitere Ausgrabungen brachten unter anderem einen Gewölbekeller sowie Teile eines Flucht- und Wehrgangs zum Vorschein.

Heute wird die Ruine durch die Initiative Ruine Kocherburg im Geschichtsverein Aalen e. V. (INKO) erforscht und erhalten. Seit 2008 wurden gezielte Sicherungsarbeiten durchgeführt, die unter anderem einen gut erhaltenen Abschnitt der Schildmauer im Südosten der Anlage freilegten. Die Kocherburg ist somit nicht nur ein archäologisch bedeutsamer Ort, sondern auch ein eindrucksvolles Zeugnis der regionalen Geschichte im Ostalbkreis. Besucher erleben die Ruine als stimmungsvolles Ausflugsziel, das sowohl historisch als auch landschaftlich viel zu bieten hat.

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Häufige Fragen zu Kocherburg

Wo befindet sich die Kocherburg?
Die Kocherburg liegt beim Stadtteil Unterkochen der Stadt Aalen im Ostalbkreis, auf etwa 572,3 m ü. NN. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wann wurde die Kocherburg erstmals erwähnt?
Erstmals erwähnt wurde die Burg im Jahr 1136 als Sitz der Herren von Kochen. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Rolle spielte die Kocherburg im Mittelalter?
Die Burg diente als Verwaltungssitz des Klosters Ellwangen und später der Grafschaft Oettingen. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Was geschah mit der Kocherburg im 17. Jahrhundert?
Während des Dreißigjährigen Kriegs zerstörten die Schweden 1645 das neu erbaute Schloss vollständig. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia