Denkmal/Gedenkstätte

Sturmannshöhle Obermaiselstein

Geschlossen · Öffnet Di um 09:30, 87538 Obermaiselstein

Highlights

  • Die Sturmannshöhle in Obermaiselstein ist die einzige begehbare Spalthöhle im Allgäu.
  • Sie bietet ein Erlebnis mit 120 Millionen Jahre alter Erdgeschichte und mystischen Legenden.
  • Geöffnet von Mai bis November, täglich mit stündlichen Führungen.

Tipps

  • Bei der Besichtigung der Sturmannshöhle sollte man sich auf enge Gänge und steile Treppen einstellen, da die Höhle abenteuerlich und tief ist.
  • Die Führung führt durch stimmungsvoll beleuchtete Bereiche mit Tropfgeräuschen und Wasserläufen, die besonders im unteren Teil beeindrucken.
  • Gute Erklärungen begleiten den Weg und machen die 120 Millionen Jahre alte Erdgeschichte der Spalthöhle begreifbar.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Sturmannshöhle Obermaiselstein

Die Sturmannshöhle in Obermaiselstein ist die einzige begehbare Spalthöhle im Allgäu und zählt zu den besonderen kulturellen Sehenswürdigkeiten der Region. Geologisch entstand sie in Kalkschichten der Kreidezeit und erstreckt sich über eine begehbare Länge von knapp 290 Metern. Der Weg führt durch enge Gänge, über steile Treppen und Holzstege bis in beeindruckende Tiefen des Berges, begleitet von dem wilden Rauschen unterirdischer Wasserläufe. Die Höhle ist ganzjährig geöffnet, wobei die Führungen je nach Saison zu unterschiedlichen Zeiten stattfinden.

Die Entstehung der Höhle ist eng mit geologischen Prozessen während der Alpenfaltung verbunden. Durch eindringendes Wasser und Verwerfungen entstand entlang einer senkrechten Schichtfuge ein Spalt, der heute von Besucherinnen und Besuchern erkundet werden kann. Im hinteren Teil der Höhle bildete sich aufgrund der Höhenlage und niedriger Temperaturen eine sogenannte Kältefalle, in der sich einst ein beträchtliches Eisvolumen aus der Würm-Eiszeit hielt. Pollen, die in diesem Eis eingeschlossen waren, ermöglichten eine Altersbestimmung von rund 20.000 Jahren.

Die erste dokumentierte Erkundung durch den Allgäuer Heimatforscher Dr. Geiger fand bereits 1815 statt. Doch erst 1904 gelang es einer Gruppe um einen Pfarrer, Lehrer und Landwirte, tiefer in die Höhle vorzudringen. 1905 erfolgte die feierliche Eröffnung für Besucher. Heute wird der Rundgang durch die Höhle durch moderne LED-Beleuchtung unterstützt, die sowohl die Felsformationen effektvoll in Szene setzt als auch den Höhlenbewohnern wie Fledermäusen entgegenkommt. Die Führung führt vorbei an markanten Stellen wie dem sogenannten Drachentor und endet mit einem beeindruckenden Blick in die Tiefe der Höhle.

Besucher berichten von einem abenteuerlichen Erlebnis mit engen Passagen, stimmungsvoller Atmosphäre und fachkundigen Erklärungen zur Geologie und Geschichte der Höhle. Die Kombination aus natürlicher Wildheit, historischem Fundament und gezieltem Lichtkonzept macht den Besuch zu einem spannenden Erlebnis im Erdinneren. Die Sturmannshöhle bietet Einblicke in 120 Millionen Jahre Erdgeschichte und bleibt ein lohnendes Ausflugsziel inmitten der bayerischen Alpenvorlandlandschaft.

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