Denkmal/Gedenkstätte

Stolpersteine

Westernstraße 12, 31655 Stadthagen

Highlights

  • In Stadthagen erinnern Stolpersteine an NS-Opfer und Verfolgte des Landkreises Schaumburg.
  • Die Synagoge zeigt Dauer- und Wanderausstellungen zur jüdischen Geschichte und NS-Verfolgung.
  • Die Ausstellung ‚entrechtet – vertrieben – ermordet‘ dokumentiert exemplarisch Verfolgte aus Stadthagen.

Tipps

  • Die Stolpersteine in Stadthagen erinnern an Opfer des Nationalsozialismus und zeigen deren Lebenswege durch eingravierte Daten und Namen.
  • Ein Besuch der Synagoge ermöglicht den Zugang zu einer Dauerausstellung mit historischen Dokumenten zur jüdischen Geschichte der Region.
  • Die digitale Version der Wanderausstellung ‚entrechtet – vertrieben – ermordet‘ bietet vertiefende Einblicke in lokale Verfolgungsgeschichten.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Stolpersteine Stadthagen – Kulturdenkmal

In Stadthagen erinnern die Stolpersteine an die Opfer des Nationalsozialismus und mahnen zur Erinnerung an die Verfolgung und Ermordung von Menschen aus der Region. Die kleinen, in den Bürgersteig eingelassenen Gedenktafeln tragen die Namen von Personen, die aufgrund ihrer Herkunft, Religion, politischen Überzeugungen oder anderer Gründe von den Nationalsozialisten verfolgt, deportiert oder ermordet wurden. Jeder Stein ist ein individuelles Mahnmal, das an ein Schicksal erinnert und die Verantwortung für die Vergangenheit wachhält.

Die Initiative zu den Stolpersteinen in Stadthagen geht auf den Künstler Gunter Demnig zurück, der seit den 1990er-Jahren weltweit an Orten Gedenksteine verlegt. In Stadthagen wurden die Steine in Kooperation mit lokalen Initiativen und Vereinen platziert, darunter der Förderverein ehemaliger jüdischer Mitbürger Stadthagen, der sich intensiv mit der Geschichte der jüdischen Gemeinde und der NS-Verfolgung befasst. Die Verlegung der Steine erfolgte an den letzten frei gewählten Wohnorten der Opfer, um ihre Präsenz im öffentlichen Raum sichtbar zu machen.

Ein zentraler Bezugspunkt für das Verständnis der lokalen NS-Geschichte ist die Synagoge Stadthagen, in der eine Dauerausstellung zur jüdischen Geschichte der Region zu sehen ist. Ergänzend dazu wurde die Wanderausstellung „entrechtet – vertrieben – ermordet“ entwickelt, die exemplarisch Schicksale von Verfolgten aus Schaumburg aufzeigt. Die Ausstellung kann digital eingesehen oder von Schulen und Gruppen ausgeliehen werden. Sie thematisiert nicht nur die jüdische Verfolgung, sondern auch andere Opfergruppen wie Sinti und Roma, politische Gegner oder Menschen mit Behinderungen.

Die Stolpersteine in Stadthagen sind Teil eines größeren Netzwerks, das die Erinnerungskultur in der Region stärkt. Sie stehen in Verbindung mit anderen Gedenkorten wie der Synagoge und den Ausstellungen, die sich mit der NS-Zeit auseinandersetzen. Durch die sichtbare Präsenz der Steine im öffentlichen Raum wird die Erinnerung an die Verfolgten lebendig gehalten und zum Nachdenken über Toleranz und Menschenwürde eingeladen. Die Initiative zeigt, wie lokale Geschichte aktiv bewahrt und weitergegeben werden kann.

Besucher:innen können die Stolpersteine auf Spaziergängen durch die Stadt entdecken und sich an den Namen und Schicksalen der Verfolgten erinnern. Die Kombination aus individuellen Gedenksteinen und den Ausstellungen in der Synagoge bietet eine umfassende Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte Stadthagens. Die Arbeit des Fördervereins und anderer engagierter Gruppen sichert, dass die Erinnerung an die Opfer nicht in Vergessenheit gerät.

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