Wasserschloss Lautereck
Highlights
- Das Wasserschloss Lautereck steht in einem von der Teusserquelle gespeisten See unterhalb von Löwenstein.
- Erste Erwähnung des Schlösschens erfolgte 1623, es diente später als Teil des Kurbetriebs in Teusserbad.
- Heute befindet sich das verwinkelte Bauwerk in Privatbesitz und brannte 2009 durch Kaminhitze schwer.
Tipps
- Das ehemalige Badschlösschen kann von außen besichtigt werden, da es aktuell nicht öffentlich zugänglich ist.
- Der See mit der historischen Teusserquelle bietet einen idyllischen Rahmen für Spaziergänge im Ortsteil Teusserbad.
- Das Gelände lädt zur Erkundung der historischen Badekultur und der denkmalgeschützten Architektur ein.
Eigenschaften
Über Wasserschloss Lautereck
Das Wasserschloss Lautereck, auch bekannt als Teusserschlößchen, befindet sich im baden-württembergischen Löwenstein, genauer im Ortsteil Teusserbad. Es steht in einem von der Teusserquelle gespeisten See im oberen Tal der Sulm, unweit der Stadt Löwenstein im Landkreis Heilbronn. Die historische Bebauung ist eng mit der Nutzung der Quelle verbunden, die bereits im 16. Jahrhundert für Badekuren genutzt wurde. Neben dem therapeutischen Nutzen diente das Gewässer auch der Fischzucht und später der Abfüllung von Mineralwasser.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Schlösschen im frühen 17. Jahrhundert, als Graf Friedrich Ludwig von Löwenstein es instand setzen ließ. Die damaligen Fachwerkbalken waren bereits vermodert, was auf ein noch früheres Baudatum hindeutet. In der Folge wurde das Gebäude mehrfach umgebaut und erhielt seine heutige Gestalt. Ab dem 18. Jahrhundert spielte es eine Rolle im Kurbetrieb von Teusserbad und bot Gästen Zimmer sowie eigene Badeeinrichtungen. Mit dem Niedergang des Badebetriebs Anfang des 20. Jahrhunderts verlor das Schlösschen an Bedeutung und wurde schließlich verkauft. Seitdem befindet es sich in Privatbesitz.
Das verwinkelte Bauwerk hat in der Literatur Erwähnung gefunden. So beschrieb der Arzt Dietrich Christoph Scharff das Gebäude als Teil des Badebetriebs mit Gästewohnungen und eigenem Heizkessel. Carl Julius Weber bezeichnete es in den 1830er Jahren als „sonderbares altes Gebäude“, das als architektonisches Paradoxon galt. Auch in einem Artikel des Morgenblattes von 1839 wird das rosa getünchte Schlösschen als gotisch anmutend, jedoch düster beschrieben. Heute wirkt das Anwesen etwas vernachlässigt, was auch in Gästebewertungen zum Ausdruck kommt, die von Unbewohntheit und mangelnder Pflege sprechen.
Ein besonderes Ereignis ereignete sich im Jahr 2009, als ein Schwelbrand im Gebäude ausbrach, vermutlich durch Kaminhitze verursacht. Dabei wurde eine Person verletzt. Das Schloss selbst ist nicht öffentlich zugänglich, und Besichtigungen sind aufgrund des Privatbesitzes nicht möglich. Literarisch wie touristisch bleibt das Gebäude ein stilles Zeugnis vergangener Badekultur und regionaler Architektur im Tal der Sulm.