1000-jährige Eiche
Highlights
- Die Tausendjährige Eiche in Schlimpfhof hat einen Brusthöhenumfang von 7,45 m (2019).
- Ihr geschätztes Alter beträgt 400–500 Jahre.
- Sie steht beim Feuerwehrhaus in Oberthulba.
Tipps
- Die Tausendjährige Eiche in Schlimpfhof ist ein imposanter Baum mit einem Brusthöhenumfang von 7,45 Metern, gelegen beim Feuerwehrhaus.
- Trotz ihres Namens ist die Eiche etwa 400–500 Jahre alt und gilt als eines der Wahrzeichen des Ortes.
- Vom ehemaligen stattlichen Baum stehen heute nur noch Reste, was den Besuch dennoch lohnt.
Eigenschaften
Über 1000-jährige Eiche
Die sogenannte „Tausendjährige Eiche“ befindet sich im Gemeindeteil Schlimpfhof des Marktes Oberthulba im Landkreis Bad Kissingen in Bayern. Obwohl ihr Name auf ein Alter von tausend Jahren schließen lässt, wird ihr tatsächliches Alter auf etwa 400 bis 500 Jahre geschätzt. Der Baum steht in unmittelbarer Nähe des örtlichen Feuerwehrhauses und stellt eines der wenigen erhaltenen Naturdenkmale in der Region dar.
Die Eiche ist durch ihren monumentalen Stamm gekennzeichnet, der im Jahr 2019 einen Brusthöhenumfang von 7,45 Metern aufwies. Dies macht sie zu einem eindrucksvollen Exemplar ihrer Art, auch wenn ihr Zustand in den vergangenen Jahren deutlich nachgelassen hat. Ein großer Teil des Stammes ist morsch, und einer der beiden Hauptäste, die sich in etwa drei Metern Höhe vom Stamm abzweigen, ist bereits abgebrochen. Dennoch bleibt die Eiche ein markantes Zeugnis der regionalen Naturgeschichte.
Der Standort von Schlimpfhof, in dem sich die Eiche befindet, liegt nördlich des Ortskerns von Oberthulba. Die Gemarkung ist geprägt von ländlichem Charakter und verfügt über eine geringe Siedlungsdichte. Die nähere Umgebung ist von landwirtschaftlicher Nutzung geprägt, wodurch der Baum als naturgeschichtliches Relikt eine besondere Stellung einnimmt. Die Kreisstraße KG 18 führt direkt durch Schlimpfhof und verbindet den Ort mit den Nachbargemeinden Hassenbach im Nordwesten sowie Albertshausen im Südosten.
Historisch gesehen war das Gebiet um Schlimpfhof bereits im Mittelalter besiedelt. Der Ort Hussmannsrode, der hier einst lag, wurde erstmals im Jahr 1231 erwähnt und war bis ins 15. Jahrhundert hinein bewohnt. Die heutige Gemeinde Schlimpfhof wurde 1972 im Zuge der bayerischen Gebietsreform nach Oberthulba eingemeindet. Die Kirchen des Ortes stammen aus dem späten 17. Jahrhundert sowie aus dem Jahr 1975.
Trotz ihres historischen Wertes und ihrer landschaftlichen Präsenz wird die Eiche in touristischen Bewertungen unterschiedlich wahrgenommen. Einige Besucher bemängeln den schlechten Zustand des Baumes und sehen in ihm lediglich noch einen „kläglichen Rest“. Dennoch bleibt die „Tausendjährige Eiche“ ein markanter Punkt für Interessierte der regionalen Kultur und Naturgeschichte im Thulbatal.