Kirche/Kloster

Franziskanerinnen Au am Inn

Klosterhof 1, 76474 Gars am Inn

Highlights

  • Franziskanerinnen Au am Inn: 1854 von Dillinger Schwestern gegründet, erste Schule mit Internat im Ort.
  • Kloster entstand 11. Jh. als Augustiner-Chorherrenstift, 1803 säkularisiert; 1921 unterstützten sie Redemptoristen in Brasilien.
  • Bauten umfassen Lyzeum, Haushaltungsschule (ab 1916) und Kinderkrankenhaus Maria Quell (1929–1974) in Armstorf.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Eintritt in die Anlage.
  • Ein rollstuhlgerechter Parkplatz steht in unmittelbarer Nähe des Klosters zur Verfügung, um die Anreise zu erleichtern.
  • Toilettenanlagen sind vorhanden und bieten behindertengerechte Einrichtungen für die Nutzung durch alle Besucher.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakrales in Gars am Inn: Franziskanerinnen Au am Inn

Das Franziskanerinnenkloster Au am Inn in Gars am Inn ist ein historisch bedeutsames Nonnenkloster mit einer reichen Tradition, das sich tief in die regionale Geschichte eingebettet hat. Ursprünglich als Augustiner-Chorherrenstift gegründet, wurde das Kloster im Zuge der Säkularisation 1803 geschlossen und an Privatpersonen verkauft. Erst 1854 kehrten mit der Ansiedlung der Dillinger Franziskanerinnen klösterliches Leben und pädagogische Arbeit in die Räumlichkeiten zurück. Die Schwestern richteten hier die erste Schule mit Internat ein und legten damit den Grundstein für eine jahrhundertelange Bildungsarbeit in der Region.

Das Kloster entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem wichtigen Bildungszentrum. Neben der Grundschule entstanden später ein Lyzeum sowie eine Haustöchterschule, die den Bedürfnissen der Zeit gerecht wurden. 1900 folgte die Eröffnung eines Kinderheims mit Mädchenvolksschule in Ramsau bei Haag, das als zusätzliche Einrichtung der Schwesternarbeit diente. 1916 entstand zudem eine Haushaltungsschule auf dem Gelände der heutigen Franziskus-von-Assisi-Schule, die praktische Ausbildung für junge Frauen bot.

Die Franziskanerinnen von Au am Inn waren nicht nur in der Bildung tätig, sondern engagierten sich auch international. 1921 entsandten sie Schwestern auf Bitte der Redemptoristen nach Gars, um missionarische Aufgaben in Brasilien zu unterstützen. Ein weiteres wichtiges Projekt war das Kinderheim Maria Quell in Armstorf bei Dorfen, das ab 1929 von den Schwestern geleitet wurde. Während des Zweiten Weltkriegs diente es zeitweise als Kinderkrankenhaus, bevor es 1974 aufgelöst wurde. Daneben unterhielten die Franziskanerinnen zeitweise eine Realschule für Mädchen, die über zwei Jahrzehnte Bestand hatte.

Bis heute strahlt das Kloster eine ruhige, spirituelle Atmosphäre aus und ist ein Ort der Besinnung. Dank barocker Architektur und moderner Infrastruktur – darunter ein rollstuhlgerechter Zugang sowie barrierefreie Parkplätze und Sanitäranlagen – ist es sowohl für Besucher als auch für Bildungszwecke gut zugänglich. Mit einem Google-Rating von 4,9 von 5 Sternen (basierend auf über 20 Bewertungen) gilt das Franziskanerinnenkloster als beliebter Ausflugsort, der Kultur, Geschichte und christliche Tradition verbindet.

Wer sich für sakrale Geschichte oder pädagogische Traditionen interessiert, findet hier ein lebendiges Stück regionaler Identität – geprägt von Nächstenliebe, Bildung und einem tiefen Engagement für die Gemeinschaft. Das Kloster bleibt damit nicht nur ein architektonisches Juwel, sondern auch ein Ort der Begegnung und des Lernens.

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