Kirche/Kloster

St. Burkard

Am Mühlengrund 1, 97199 Ochsenfurt

Highlights

  • Der Turm stammt um 1288, die Bronzetaufe von 1514/15 (Nürnberg) und ein Riemenschneider-Altar (um 1500) prägen die historische Ausstattung.
  • Seit 1983 fördert der Freundeskreis St. Burkard die Erhaltung der denkmalgeschützten Barock-Kapuzinerkrippe und der Kirche.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit Mobilitätseinschränkungen eine einfache Erschließung des Kirchengebäudes durch einen rollstuhlgerechten Eingang und Parkplatz.
  • Die gotische Architektur der Kirche aus dem 15. Jahrhundert zeigt sich in der dreischiffigen Hallenanlage mit einschiffigem Chor sowie den seitlichen, 1471 errichteten Kapellen.
  • Die historische Ausstattung umfasst wertvolle Kunstwerke wie das Bronzetaufbecken von 1514/15, die Renaissance-Kanzel von 1551 und die spätgotische Holzfigur des heiligen Burkard.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakrales in St. Burkard Ochsenfurt

Die St. Burkard in Ochsenfurt ist eine der bedeutendsten sakralen Bauwerke der Region und ein faszinierendes Zeugnis gotischer Architektur. Die erste urkundliche Erwähnung der Kirche stammt aus dem Jahr 1276, doch ihre Ursprünge reichen vermutlich weit zurück. Die heutige dreischiffige Hallenkirche mit einschiffigem Chor entstand in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts, wobei Chor und Langhaus in ihrer heutigen Form neu errichtet wurden. Besonders prägend ist der Turm aus der Zeit um 1288, der sechs Geschosse umfasst und später vom Würzburger Bildhauer Adolf Friedrich ergänzt wurde.

Das Innere der Kirche beeindruckt durch eine harmonische Verbindung von Gotik und Barock. Zwei große gegossene Messingleuchter aus dem Jahr um 1730 von Johann Christoph Dürsch flankieren den Altar, während der Volksaltar von 1982 von Lothar Forster stammt. Ein Highlight ist die spätgotische Holzfigur des heiligen Burkard, die um 1500 von einem Meister der Riemenschneider-Werkstatt geschaffen wurde. In der östlichen Seitenkapelle befindet sich ein wertvolles Bronzetaufbecken aus den Jahren 1514/15, vermutlich aus der Vischer-Werkstatt in Nürnberg, dessen Deckel 1893 von Max Bessler hinzugefügt wurde.

Ein besonderes Juwel der Kirche ist die historische Kapuzinerkrippe, die aus der Barockzeit stammt und heute in St. Burkard eine neue Heimat gefunden hat. Die denkmalgeschützte Anlage wurde 1983 durch den gegründeten „Freundeskreis St. Burkard“ gerettet und restauriert. Die Kirche selbst wurde in den Jahren 1988/89 umfassend renoviert, wobei sowohl Außen- als auch Innenbereiche saniert wurden. Mit ihrem barocken Gehäuse und spätgotischen Elementen verkörpert St. Burkard die kulturelle Vielfalt der Region und ist ein Ort der Andacht sowie ein historisches Wahrzeichen.

Die Kirche ist barrierefrei zugänglich, sowohl der Eingang als auch der Parkplatz sind rollstuhlgerecht gestaltet. Dies ermöglicht allen Besuchern, die architektonische Pracht und die künstlerischen Schätze der St. Burkard zu erleben. Als zentraler Ort des Glaubenslebens in Ochsenfurt verbindet sie Tradition mit moderner Spiritualität und lädt zum Verweilen ein – sei es für eine Andacht, eine Führung oder einfach zur Bewunderung der Kunstwerke.

St. Burkard steht nicht isoliert, sondern ist Teil eines lebendigen kirchlichen Netzwerks in Ochsenfurt. In unmittelbarer Nähe liegt die Spitalkirche, deren Ursprünge bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen und die ebenfalls gotische Elemente bewahrt hat. Beide Kirchen spiegeln die tiefe Verbindung von Geschichte, Kunst und christlichem Leben in der Stadt wider – ein Besuch lohnt sich für Geschichtsinteressierte wie für Liebhaber sakraler Architektur.

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