Kirche St. Margareta
Highlights
- Die Kirche St. Margareta in Kürten-Olpe ist eine neugotische Hallenkirche aus den Jahren 1896–1897.
- Sie wurde aus heimischen Bruchsteinen erbaut und ist durch ihren nahezu unveränderten Erhaltungszustand von Bedeutung.
- Das ursprüngliche Portal des 12. Jahrhunderts wurde in die Kreuzkapelle eingebaut.
Tipps
- Die Kirche St. Margareta in Kürten-Olpe ist eine neugotische Hallenkirche aus dem Jahr 1896–1897 und überzeugt durch ihren original erhaltenen Zustand.
- Besucher finden eine dreischiffige Kirche mit beeindruckendem Kirchturm, Spitzbogenfenstern und historischen Anbauten wie Sakristeien mit Pyramidendächern.
- Das Innere der Kirche gliedert sich durch vier rosa bemalte Rundpfeiler und zeigt eine klassische neugotische Ausstattung mit Rippen und Maßwerk.
Eigenschaften
Über Kirche St. Margareta
Die Kirche St. Margareta in Kürten-Olpe im Bundesland Nordrhein-Westfalen ist eine katholische Pfarrkirche, die durch ihren neugotischen Baustil und den weitgehend original erhaltenen Zustand auffällt. Der markante Kirchturm prägt das Ortsbild und ist bereits aus der Ferne sichtbar. Die Gemeinde Kürten gehört zur römisch-katholischen Kirchengemeinde St. Marien. Das Gotteshaus wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut, nachdem die Vorgängerkirche aufgrund bautechnischer Mängel abgerissen worden war. Ein Portal aus dem 12. Jahrhundert wurde in die Kreuzkapelle integriert, die heute noch Teil des Kirchengebäudes ist.
Das Äußere der Kirche besteht aus heimischen Bruchsteinen. Die dreischiffige Hallenkirche mit Querhaus zeigt typische Merkmale des Neugotischen: Spitzbogenfenster, Maßwerkfenster und ein fünfseitiger Chor, der nördlich und südlich von Sakristeianbauten flankiert wird. Der westlich angelegte Kirchturm mit Schieferhelm beherbergt im Erdgeschoss ein Hauptportal, das von zwei Seiteneingängen und einem vierbahnigen Maßwerkfenster überragt wird. Die Architektur verleiht dem Gebäude sowohl im Dorfkern als auch im weiteren Umfeld eine sakrale Präsenz.
Das Innere der Kirche ist durch vier massive, rosa gestrichene Rundpfeiler geprägt, die den Raumaufbau in ein zweijochiges Langhaus mit zwei schmaleren Seitenschiffen gliedern. Die Kreuzgewölbe über dem Langhaus sind mit Ornamentmalereien verziert. Im Osten der Vierung führt ein Triumphbogen zu einem Triumphkreuz in den fünfseitigen Chorraum. Die Ausstattung umfasst einen über drei Meter hohen Hauptaltar mit einem zweiflügligen Altarschrein, auf dem Szenen aus dem Leben Christi dargestellt sind. Die hölzerne Kanzel am nördlichen Vierungspfeiler verfügt über einen sechseckigen Korb mit Brüstungsfeldern, die mit Evangelistensymbolen verziert sind.
Zwei Nebenaltäre schmücken die Ostwände der Querarme: ein Marienaltar mit der Darstellung der Kreuzauffindung durch Helena und ein Seitenaltar, der dem Heiligen Josef gewidmet ist. Die Kirche blieb über die Jahrzehnte hinweg weitgehend unverändert und entging so der Modernisierung, die viele andere Kirchen in den 1960er Jahren erfuhr. Dieser Erhaltungsstand ist heute von besonderem kulturhistorischem Wert. Die Kirche St. Margareta gilt als ein bemerkenswertes Beispiel neugotischer Kirchenbaukunst im Bergischen Land und zieht sowohl Gläubige als auch Interessierte der Sakralarchitektur an.