Denkmal/Gedenkstätte

Gedenkstätte

51467 Bergisch Gladbach

Highlights

  • Am 9. November 2025 gedenken Bergisch Gladbach und Ganey Tikva der Opfer der Reichspogromnacht 1938 am Holocaust-Mahnmal.
  • Willy F. Bartz ruft zur Teilnahme auf und mahnt, gemeinsam gegen den wieder erstarkten Antisemitismus ein Zeichen zu setzen.

Tipps

  • Besuchen Sie die Gedenkstätte im Park der Villa Zanders, um an Gedenkveranstaltungen teilzunehmen und sich aktiv gegen Antisemitismus zu positionieren.
  • Informieren Sie sich über die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Bergisch Gladbach und deren Verfolgung während der NS-Zeit.
  • Nehmen Sie an Führungen oder Vorträgen teil, um mehr über die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zu erfahren.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Gedenkstätte

Die Gedenkstätte in Bergisch Gladbach erinnert schlicht und würdevoll an die Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft. Als Mahn- und Gedenkstätte dient sie dem kollektiven Erinnern und bietet einen Raum für Veranstaltungen, die sich mit der Verfolgung und Ermordung verschiedener Opfergruppen des Nationalsozialismus beschäftigen. Dazu gehören Gedenkveranstaltungen für die Novemberpogrome 1938 sowie Beiträge zur Erinnerung an die Verfolgung von Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, homosexuellen Menschen und weiteren von der nationalsozialistischen Diktatur betroffenen Gruppen. Die Stätte ist Teil eines breiteren kulturellen und geschichtspolitischen Engagements der Stadt und ihrer Partnerorganisationen.

Im Park der Villa Zanders befindet sich das Holocaust-Mahnmal, an dem regelmäßig Gedenkveranstaltungen stattfinden. Diese werden unter anderem von der Städtepartnerschaft Ganey Tikva-Bergisch Gladbach e.V. gemeinsam mit Schulen wie der Integrierten Gesamtschule Paffrath organisiert. Neben Schülerbeiträgen gehören auch Ansprachen von Vertreterinnen und Vertretern der Stadtgesellschaft zum Programm. Solche Veranstaltungen sollen nicht nur dem historischen Gedenken dienen, sondern auch ein Zeichen gegen aktuelle Formen von Antisemitismus und Diskriminierung setzen. Die Gedenkstätte fungiert somit als Ort des Lernens, der Reflexion und des gesellschaftlichen Austauschs.

Besucher loben die ruhige und respekterfüllte Atmosphäre der Stätte, kritisieren jedoch, dass die Darstellung der historischen Ereignisse zu allgemein gehalten sei, um das volle Ausmaß der nationalsozialistischen Gewalt angemessen zu vermitteln. Dennoch wird die Bedeutung der Stätte als Ort des Erinnerns anerkannt, insbesondere im Hinblick auf die öffentliche Teilhabe und die Auseinandersetzung mit der Geschichte. Die Gedenkstätte ist somit fester Bestandteil der kulturellen und geschichtspolitischen Infrastruktur im Rheinisch-Bergischen Kreis und trägt zur Aufrechterhaltung des kollektiven Gedächtnisses bei.

Die Stadt Bergisch Gladbach versteht sich durch ihre Kooperationen und Gedenkformate als engagierte Partnerin im Bereich der Erinnerungskultur. Neben der Zusammenarbeit mit Schulen und Vereinen wird auch die internationale Dimension durch die Städtepartnerschaft mit Ganey Tikva sichtbar, die gemeinsame Gedenkveranstaltungen initiiert. Diese Verknüpfung von lokaler Erinnerungskultur und internationaler Verantwortung unterstreicht die Bedeutung der Stätte im gesamtgesellschaftlichen Kontext.

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