111 - ein ort für zeitgenössiche Kunst
Highlights
- 111 ist ein 19. Jahrhundert-Gebäude am Rosenthaler Tor mit Ateliers, Ausstellungsräumen und Druckwerkstatt.
- Seit 2014 als Verein Torstraße 111 — Forum für zeitgenössische Kunst Berlin aktiv, nichtkommerziell und kollektiv genutzt.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang über den Haupteingang ermöglicht einen ungehinderten Besuch für alle Gäste.
- Die Ausstellungsräume im Hochparterre und Keller des Vorderhauses bieten thematisch vielfältige Präsentationen zeitgenössischer Kunst.
- Die Druckwerkstatt im Seitenflügel wird kollektiv genutzt und steht für experimentelle künstlerische Projekte zur Verfügung.
Eigenschaften
Kunst in Berlin: 111 – Galerie für Zeitgenössisches
Inmitten des historischen Stadtgefüges Berlins, nahe dem Rosenthaler Tor, erhebt sich das 111 – ein Ort für zeitgenössische Kunst als lebendiger Knotenpunkt der urbanen Kreativszene. Das Gebäude an der ehemaligen Thorstraße, erbaut im 19. Jahrhundert, war einst Teil einer Erweiterung des alten Stadtkerns und vereint heute unter einem Dach Kunst, Handwerk und Gemeinschaft. Seit seiner Gründung als Produzentenprojekt durch Ingo Fröhlich und die Künstlerin Ulrike Seyboth entwickelte sich der Ort zu einem einzigartigen Forum für experimentelle künstlerische Praxis.
Das Konzept des 111 verbindet auf einzigartige Weise Ausstellungsraum und Werkstatt: Im Vorderhaus finden sich neben einer großzügigen Hochparterre-Ausstellung und einem Kellerbereich für Präsentationen neun Ateliers auf drei Etagen. Diese Räume bieten nicht nur Raum für individuelle künstlerische Arbeit, sondern auch für den Austausch zwischen den Bewohner:innen. Im Seitenflügel ergänzt eine kollektiv nutzbare Druckwerkstatt das Angebot – ein Ort, an dem traditionelle und digitale Drucktechniken Hand in Hand mit zeitgenössischen Projekten entstehen.
Der Verein Torstraße 111 – Forum für zeitgenössische Kunst Berlin, der den Ort seit 2014 trägt, setzt sich für die Erhaltung und Weiterentwicklung dieses nichtkommerziellen Raumes ein. Durch baulichen und organisatorischen Einsatz ist es gelungen, den historischen Charakter des Gebäudes mit moderner Kunstpraxis zu verbinden. Das 111 lebt von Initiativen, die Kunst zugänglich machen – sei es durch Ausstellungen, Workshops oder offene Ateliers – und schafft so eine Plattform für lokale und internationale Künstler:innen.
Besonders prägend ist die Atmosphäre des Ortes: Zwischen den Gassen des historischen Rosenthaler Viertels und den pulsierenden Nachbarorten wie dem Prenzlauer Berg entsteht hier ein Raum, der Kunst nicht als isolierte Ästhetik, sondern als Teil eines lebendigen Stadtgefüges versteht. Das 111 ist damit mehr als eine Galerie – es ist ein Labor der Ideen, ein Treffpunkt für Neugierige und ein Beweis dafür, wie Geschichte und Gegenwart in Berlin verschmelzen können.