Galerie

Atelier für Photographie

Christburger Str. 18, 12307 Berlin-Bezirk Pankow

Highlights

  • Kunstgalerie mit fotografischen Ausstellungen, die gesellschaftspolitische Themen wie Migration, Krieg oder kulturelle Traditionen behandeln.
  • Projekte wie ‚REAL PEOPLE of East Africa‘ verbinden Porträts mit direkten Zitaten der abgebildeten Menschen aus Kenia/Tansania.
  • Ausstellungen entstehen oft in Kooperation mit Betroffenen, z. B. syrischen Geflüchteten oder nordkoreanischen Schamaninnen.

Tipps

  • Die Ausstellungskonzepte verbinden fotografische Projekte mit gesellschaftspolitischen und kulturellen Bezügen, die über reine Bildschauen hinausgehen.
  • Ein zentrales Thema der aktuellen Präsentationen ist die subjektive Auseinandersetzung mit Migration und Flucht, etwa durch persönliche Dokumentationen von Betroffenen.
  • Großformatige Schwarzweißarbeiten und hybride Kunstobjekte ergänzen fotografische Serien und schaffen so eine vielschichtige Wahrnehmung der Ausstellungen.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Photographie-Atelier Berlin-Pankow: Kultur-Ausflug

Das Atelier für Photographie in Berlin-Bezirk Pankow ist ein lebendiger Ort für fotografische Kunst und gesellschaftliche Reflexion, der sich durch vielseitige Ausstellungen und ein besonderes Konzept der kulturellen Begegnung auszeichnet. Hier wird Fotografie nicht nur als Medium der Dokumentation, sondern als Brücke für subjektive Erzählungen und politische Diskurse genutzt. Das Atelier verbindet zeitgenössische Projekte mit gesellschaftlich relevanten Themen und schafft so Raum für Dialog und Auseinandersetzung.

Ein zentraler Fokus liegt auf der Auseinandersetzung mit Flucht, Migration und den individuellen Schicksalen von Menschen, die durch Krisen und Vertreibung geprägt sind. So zeigt die Ausstellung *„hotographie“* eine enge Zusammenarbeit mit einer syrischen Familie, die vor neun Jahren aus Aleppo floh – ein persönlicher Einblick in ihre Erfahrungen und die Folgen des Krieges. Auch die Serie *„REAL PEOPLE of East Africa“* von Roland Brockmann bietet einen authentischen Blick auf Menschen in Kenia und Tansania, deren Stimmen durch Zitate direkt in die Bilder einfließen.

Neben politischen und sozialen Themen widmet sich das Atelier auch spirituellen und kulturellen Praktiken, etwa in der Ausstellung *„접신 – betwixt & between“* von Dirk Schlottmann. Hier werden koreanische Schamaninnen der Hwanghaedo-Tradition in Momenten von Trance und Ekstase porträtiert, die eine faszinierende Verbindung von Fotografie und schamanistischem Ritual schaffen. Auch die Dokumentarfotografie von Michél Kekulé, der seit 2014 die Fluchtbewegungen über das Mittelmeer begleitet, findet hier ihren Raum – eine schonungslose, aber notwendige Auseinandersetzung mit humanitären Katastrophen.

Das Atelier für Photographie versteht sich als dynamischer Ort, der sich kontinuierlich weiterentwickelt – sei es durch wechselnde Ausstellungen wie *„MenschenGesichter“* im Wiskiez, die sich an der lebendigen Nachbarschaft von Geflüchteten und Helfern orientiert, oder durch Einzelprojekte wie die Serie *„peripher“* von Andreas Tschersich, die fast ein Jahrzehnt fotografischer Arbeit zusammenfasst. Auch internationale Perspektiven wie die Arbeiten der brasilianischen Fotografin Anna Oswaldo Cruz, die ihre frühen Münchner Studien wiederentdeckt, bereichern das Programm.

Mit einem Konzept, das über reine Ausstellungen hinausgeht, lädt das Atelier zu einer kulturellen Begegnung ein – sei es durch Begleitprogramme wie Saxophonimprovisationen zur Finissage oder durch die direkte Einbindung der dargestellten Menschen in die Ausstellungserzählung. Hier wird Fotografie zum Medium des Austauschs, das nicht nur Bilder zeigt, sondern Geschichten erzählt und zum Nachdenken anregt.

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