Kunstmuseum

berlin modern - Baustelle des Museums des 20. Jahrhunderts

Scharounstraße 1, 11011 Berlin

Highlights

  • Der Neubau ‚berlin modern‘ vereint Sammlung Ulla & Heiner Pietzsch mit Teilen der Nationalgalerie und Kunstbibliothek für 20. Jahrhundert-Kunst.
  • Im Dialog mit Mies-van-der-Rohes Neuer Nationalgalerie entsteht ein Museum mit Fokus auf Expressionismus, Kubismus und DDR-Kunst.
  • Zusätzliche Ausstellungsflächen für Sammlung Marx, Kupferstichkabinett und historische Sammlungen ergänzen die moderne Präsentation.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Museum des 20. Jh. Berlin: Moderne Kunst auf der Baustelle

Die Baustelle des zukünftigen Museums des 20. Jahrhunderts im Herzen des Kulturforums markiert einen zentralen Meilenstein der Berliner Museumslandschaft. Hier entsteht ein Neubau, der im Dialog mit der benachbarten Neuen Nationalgalerie – dem ikonischen Bauwerk von Ludwig Mies van der Rohe – die Sammlung zur Kunst des 20. Jahrhunderts neu präsentieren wird. Die Architektur des Neubaus ist eng mit den Sammlungsschwerpunkten verknüpft, die von der gesellschaftskritischen Moderne bis zur Medienkunst reichen.

Im Fokus stehen die Sammlung der Nationalgalerie, die Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch sowie die Sammlung Marx. Ergänzt werden diese durch die Kunstbibliothek und das Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, die im Neubau zusätzliche Ausstellungsflächen erhalten. Die Sammlung der Nationalgalerie dokumentiert mit über 150 Jahren Kunstgeschichte zentrale Strömungen wie den deutschen Expressionismus, den französischen Kubismus, den Surrealismus und die Kunst in der DDR. Besonders prägend ist ihre historische Bedeutung für Deutschland, da sie nach der Wiedervereinigung die geteilten Bestände vereinte.

Das Kulturforum selbst ist ein historisch gewachsenes Ensemble, das sich vom bürgerlichen Wohnviertel des 19. Jahrhunderts zum heutigen Kulturzentrum entwickelte. Neben der Neuen Nationalgalerie beherbergt es die Philharmonie, den Josephine-Baker-Garten und weitere bedeutende Bauten wie das Kunstgewerbemuseum. Die Baustelle selbst bietet bereits jetzt einen Einblick in das zukünftige Konzept: Mit offenen Ausstellungsbereichen, interaktiven Flächen und ticketfreien Zonen wird das Museum nicht nur als Ausstellungsort, sondern auch als Ort der Auseinandersetzung und Partizipation gestaltet.

Besonderes Augenmerk liegt auf der historischen Aufarbeitung der Sammlung, die durch Ausstellungen wie „Black Mountain. Geschichten einer Sammlung 1933–1945“ oder „Emil Nolde. Der Künstler im Nationalsozialismus“ bereits in der Neuen Nationalgalerie thematisiert wurde. Im Neubau sollen diese Fragestellungen weiter vertieft werden – etwa durch Filmreihen, Performances und Bereiche für eigene Recherchen. So wird das Museum nicht nur Kunst präsentieren, sondern auch gesellschaftliche Debatten über die Kunst des 20. Jahrhunderts anregen.

Die Baustelle selbst lädt bereits jetzt zum Verweilen ein: Der angrenzende Museumsgarten mit seiner historischen Platane, Sitztreppen und ruhigen Ecken bietet eine Oase der Entschleunigung im lebhaften Berlin. Mit der Fertigstellung wird das berlin modern – Baustelle des Museums des 20. Jahrhunderts – ein zentraler Ort für Kunst, Kultur und gesellschaftliche Reflexion werden.

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