Denkmal/Gedenkstätte

Gedenktafel Karl-Liebknecht-Haus

Kleine Alexanderstraße 28, 10178 Berlin

Highlights

  • Das Karl-Liebknecht-Haus in Berlin wurde 1910 erbaut und dient seit 1926 als Parteizentrale der KPD.
  • 1933 nutzte die SA das Gebäude als 'wildes' KZ und benannte es in Horst-Wessel-Haus um.
  • Seit 2007 beherbergt es die Bundesgeschäftsstelle der Partei Die Linke in der Kleinen Alexanderstraße 28.

Tipps

  • In der Nähe befinden sich weitere bedeutende Orte wie der Rosa-Luxemburg-Platz und der Alexanderplatz, die sich für einen gemeinsamen Stadtrundgang anbieten.
  • Für politisch Interessierte bietet sich ein Besuch im Umfeld des Hauses an, um die historische und aktuelle Rolle linker Politik in Berlin zu erkunden.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Gedenktafel Karl-Liebknecht-Haus

Die Gedenktafel am Karl-Liebknecht-Haus erinnert an eines der bedeutendsten politischen Gebäude in Berlin-Mitte. Seit 2007 befindet sich hier die Bundesgeschäftsstelle der Partei DIE LINKE., doch die Geschichte des Gebäudes reicht weit darüber hinaus in die deutsche Geschichte zurück. Ursprünglich 1910 als Bürogebäude errichtet, wurde es im Jahr 1926 zur Parteizentrale der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) ausgebaut und diente fortan als Herzstück der kommunistischen Bewegung in der Weimarer Republik.

Das Gebäude spielte eine zentrale Rolle im politischen Geschehen der Zeit: Es beherbergte unter anderem die Redaktion der KPD-Zeitung „Die Rote Fahne“, verschiedene Parteibehörden sowie Ateliers bekannter Künstler wie John Heartfield. Nach dem Reichstagsbrand 1933 wurde es von der SA besetzt und kurzerhand in „Horst-Wessel-Haus“ umbenannt. In dieser Zeit diente es als sogenanntes „wildes“ Konzentrationslager zur Inhaftierung und Terrorisierung politischer Gegner. Später nutzte die Gestapo das Gebäude weiterhin für Zwangsmaßnahmen und Durchsuchungen, bei denen auch Waffen und geheime Parteiunterlagen entdeckt wurden.

In der DDR-Zeit wurde das Gebäude zurückbenannt und diente als Büro- und Gästehaus der SED sowie des Instituts für Marxismus-Leninismus. Nach der Wende 1990 übernahm die Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) das Haus als Sitz, ehe es schließlich der heutigen Linkspartei als Bundesgeschäftsstelle zur Verfügung stand. Heute steht das denkmalgeschützte Gebäude nicht nur für die politische Tradition der Linken, sondern ist auch ein Symbol für die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts – geprägt von Widerstand, Unterdrückung und ideologischem Kampf.

Das Karl-Liebknecht-Haus ist somit mehr als nur ein Verwaltungsgebäude – es verkörpert die kontinuierliche Auseinandersetzung mit linker Politik und Geschichte in Deutschland. Besucherinnen und Besucher können an der Gedenktafel nicht nur die historische Bedeutung des Ortes erfahren, sondern auch die Verbindung zur Gegenwart spüren, denn hier wird weiterhin Politik gestaltet. Die zahlreichen positiven Bewertungen zeigen, dass das Haus auch heute noch ein Treffpunkt für politisch Interessierte ist – sei es für Diskussionen, Veranstaltungen oder einfach zum Verweilen in einer historisch gewichtigen Umgebung.

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