Museum

Libeskind-Bau

Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin-Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg

Highlights

  • Der Libeskind-Bau im Jüdischen Museum Berlin verbindet barocke Architektur mit dekonstruktivistischen Void-Brücken und thematisiert NS-Verfolgung durch interaktive Ausstellungen.
  • Seit 2020 zeigt der Libeskind-Bau eine 500 qm große Dauerausstellung zur jüdischen Geschichte Deutschlands – inklusive rollstuhlgerechter Zugänge und Medienstationen.
  • Das Gebäudeensemble umfasst den barocken Altbau (ehemaliges Kollegiengebäude) sowie Libeskinds dekonstruktivistischen Erweiterungsbau mit unterirdischer Verbindung zur Ausstellung.

Tipps

  • Der barocke Altbau bietet im Obergeschoss zusätzliche Ausstellungsflächen, die thematisch mit der Dauerausstellung im Libeskind-Bau verbunden sind.
  • Die unterirdische Verbindung zwischen Altbau und Libeskind-Bau ermöglicht einen direkten Zugang zur Dauerausstellung ohne Umweg über den Außenbereich.
  • Die Void-Brücken in den oberen Geschossen des Libeskind-Baus strukturieren räumlich die Ausstellungswege und unterstreichen die architektonische Konzeption.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Daniel Libeskind Architektur Berlin Friedrichshain-Kreuzberg

Der Libeskind-Bau im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ist ein zentraler Bestandteil des Jüdischen Museums Berlin und ein architektonisches Meisterwerk des polnisch-US-amerikanischen Architekten Daniel Libeskind. Das Gebäudeensemble verbindet den barocken Altbau mit Libeskinds futuristischem Design, das durch seine markanten Void-Brücken und schräge Achsen besticht. Die unterirdische Verbindung zwischen dem historischen Kollegiengebäude – dem letzten erhaltenen Barockbau der historischen Friedrichstadt – und dem Libeskind-Bau führt Besucher*innen in eine Ausstellung, die sich mit der jüdischen Geschichte und dem Holocaust auseinandersetzt.

Die Dauerausstellung erzählt eine bewegende Geschichte der Verfolgung, des Exils und des Überlebens jüdischer Menschen in Deutschland. Durch Licht und räumliche Kontraste werden Objekte, Dokumente und Medien zu einem emotionalen Erlebnis verknüpft. Besonders prägnant ist die Vitrine am Beginn der Exil-Achse, die die Erhaltungsgeschichte von Erinnerungsstücken während der NS-Zeit thematisiert – etwa durch Gegenstände, die Familien mit in die Emigration nahmen. Die Sammlung des Museums ist eng mit der Katastrophe des Holocaust verbunden und zeigt zugleich die lebendige jüdische Gegenwart in Deutschland.

Neben der Ausstellung bietet der Libeskind-Bau mit seinen 500 Quadratmetern Ausstellungsfläche moderne Szenografie und interaktive Elemente. Seit 2020 ist hier auch die Videoarbeit „Drummerrsss“ des israelischen Künstlers Gilad Ratman zu sehen, die die Besucher*innen durch klangvolle und visuelle Erfahrungen in die Themenwelt einführt. Das Gebäudeensemble umfasst zudem eine denkmalgeschützte Gartenanlage aus den 1980er-Jahren, die den historischen Kontext des Ortes ergänzt. Der barocke Altbau dient heute als Eingangsbereich und beherbergt weitere Ausstellungsräume im Obergeschoss.

Das Jüdische Museum Berlin legt seit seiner Gründung besonderen Wert auf Bildungsarbeit und Forschung. Neben Führungen und Workshops für Schulen gibt es spezielle Programme wie die „Museum – Das Jüdische Museum Berlin macht Schule“-Tour, die mobile Ausstellungen und digitale Angebote umfasst. Auch die Akademieprogramme mit Themenschwerpunkten zu Migration und Diversität sowie das Jüdisch-Islamische Forum tragen zur Aufklärung und Vernetzung bei. Durch die Kombination aus zeitgenössischer Architektur, emotionaler Ausstellung und pädagogischen Formaten wird der Libeskind-Bau zu einem Ort der Erinnerung, Reflexion und lebendigen Auseinandersetzung.

Mit einem Google-Rating von 4,6 Sternen (basierend auf über 98 Bewertungen) gilt der Libeskind-Bau als barrierefreundlich und zugänglich: Rollstuhlgerechter Zugang, Parkplätze und Toiletten sowie ein Rollstuhlverleih machen das Museum für alle Besucher*innen nutzbar. Die Architektur selbst lädt zum Verweilen ein – ob durch die schwebenden Void-Brücken oder die spiegelnden Glasflächen, die das Licht strategisch einsetzen, um die Geschichten der jüdischen Geschichte in Berlin sichtbar zu machen.

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