Museums-Förderstiftung
Highlights
- Die Museums-Förderstiftung vermittelt Kunstwerke aus Privatbesitz an Berliner Museen – inkl. Restaurierung, Rahmung und kostenloser Leihgabe.
- Sie fördert Ausstellungen, Kataloge und Forschung zu Neuzugängen, besonders für kleinere Häuser mit begrenzten Sammlungsmöglichkeiten.
- Fokus auf klassische Moderne (Süddeutschland) und Malerei der Neuen Sachlichkeit – mit langfristiger Verfügbarkeit für öffentliche Sammlungen.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Eintritt in die Ausstellungen.
- Die Stiftung vermittelt Kunstwerke aus privaten Sammlungen dauerhaft an kleinere Museen, ohne dass diese mit Versicherung oder Restaurierungskosten belastet werden.
- Besucher erhalten Einblicke in die Zusammenarbeit der Stiftung mit regionalen Galerien wie der Galerie Rehbock und deren Bedeutung für die Kunstszene der klassischen Moderne.
Eigenschaften
Kultur-Ausflug: Museumsförderung Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf
Die Museums-Förderstiftung im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf ist eine gemeinnützige Institution, die sich der Vermittlung und dauerhaften Sicherung von Kunstwerken aus privaten Sammlungen widmet. Als zentrale Schnittstelle zwischen Sammlerinnen und Sammlern sowie öffentlichen Museen ermöglicht sie es kleineren Häusern, ihre Sammlungen gezielt zu erweitern – ohne finanzielle Belastungen. Durch den Ankauf oder die langfristige Leihe hochwertiger Werke unterstützt die Stiftung nicht nur die kulturelle Vielfalt, sondern fördert auch wissenschaftliche Forschung, Ausstellungen und Publikationen im Zusammenhang mit den Neuzugängen.
Ein zentrales Anliegen der Stiftung ist die Reaktion auf neue Kunstströmungen, während gleichzeitig bestehende Sammlungsschwerpunkte wie die Malerei der Neuen Sachlichkeit oder Werke der klassischen Moderne aus dem süddeutschen Raum ausgebaut werden. Besonders kleinere Museen profitieren von diesem Modell, da ihnen durch die Stiftung die Kosten für Versicherung, Restaurierung, Rahmung und Ausstellung abgenommen werden. Die Fördergelder fließen zudem in die Erschließung der Werke, etwa durch Kataloge oder begleitende Ausstellungen, die eng mit den Leihgaben verknüpft sind. So entsteht ein nachhaltiges Netzwerk zwischen Kunst, Wissenschaft und Öffentlichkeit.
Die Stiftung agiert als neutrale Instanz und berät Sammlerinnen und Sammler individuell bei der Weitergabe ihrer Bestände. Nach einer sorgfältigen Prüfung vermittelt sie passende Museen, die die Werke entweder dauerhaft übernehmen oder für einen längeren Zeitraum leihen können. Ein Beispiel für gelungene Vermittlung ist der Nachlass der Schweizer Künstlerin und Schriftstellerin Betsy Meyer, dessen Werke als Zustiftung in die Graphische Sammlung der Zentralbibliothek Zürich übergingen. Damit wird nicht nur die künstlerische Tradition bewahrt, sondern auch der kulturelle Austausch zwischen Berlin und internationalen Sammlungen gefördert.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Verbindung historischer Galerien mit zeitgenössischen Werken. So knüpft die Stiftung an die Tradition der Galerie Rehbock an, die in den 1960er bis 1990er Jahren als wichtiger Ausstellungsort für Schweizer und Bodensee-Künstler fungierte. Durch die Präsentation von Werken wie denen des Malers Otto Dix – der mit der Galerie inhaltlich verbunden war – wird die kreative Dynamik dieser Epoche lebendig gehalten. Solche Projekte zeigen, wie die Museums-Förderstiftung Brücken schlägt zwischen regionaler Kunstgeschichte und überregionaler Bedeutung.
Für Museen und Besucher bietet die Stiftung damit nicht nur den Zugang zu seltenen Exponaten, sondern auch die Möglichkeit, deren Kontext zu verstehen. Durch die Bereitstellung von Fachwissen, Restaurierung und Begleitpublikationen wird sichergestellt, dass die Kunstwerke optimal präsentiert werden. Gleichzeitig bleibt die Stiftung auf ihre Kernaufgabe fokussiert: die dauerhafte Sicherung von Kulturgütern, die sonst möglicherweise nicht öffentlich zugänglich wären. So leistet sie einen unverzichtbaren Beitrag zur kulturellen Vielfalt im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und darüber hinaus.