Denkmal/Gedenkstätte

Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus

Stauffenbergstraße 13, 10785 Berlin

Highlights

  • Menschen wie Arvid und Mildred Harnack oder Harro Schulze-Boysen gehörten zu Widerstandsgruppen wie der Roten Kapelle.
  • Die Gedenkstätte bietet biografische Informationen, Online-Publikationen und virtuelle Rundgänge für Bildung und Forschung.

Tipps

  • Eintritt buchen für geführte Schul- oder Gruppenbesuche.
  • Biografien wie Arvid Harnack oder die Rote Kapelle vorab recherchieren.
  • Sonderausstellung zur politischen Vorgeschichte vor 1933 anschauen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus

Die Gedenkstätte „Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus“ in Berlin ist ein zentraler Ort der Erinnerung und politischen Bildung. Sie würdigt die vielfältigen Formen des Widerstands, die sich während der Zeit des Nationalsozialismus entwickelten. Die Dauerausstellung zeigt eindrucksvoll, wie Einzelne und Gruppen aus verschiedenen Bereichen der Gesellschaft – aus der Arbeiterbewegung, der Kirche, der Jugend, von Kommunist*innen, Frauen, Sinti und Roma sowie aus der Elite – Widerstand leisteten und ihre Handlungsspielräume nutzten, um sich gegen die Diktatur zu stellen.

Besucher*innen der Gedenkstätte erfahren eine Fülle an Geschichten mutiger Menschen, die unter großem persönlichem Risiko handelten. Dazu gehören beispielsweise Mitglieder der „Roten Kapelle“, wie Arvid und Mildred Harnack sowie Harro und Libertas Schulze-Boysen, aber auch andere Widerstandskämpfende wie Hans und Hilde Coppi, John Sieg oder Wilhelm Guddorf. Auch der Widerstand aus der Kirche, von Jugendlichen und aus der Arbeiterbewegung wird thematisiert. Die Ausstellung macht deutlich, dass Widerstand in vielerlei Formen möglich war – von Verteilung illegaler Flugblätter bis hin zu konspirativen Gruppen und Attentaten auf führende NS-Personen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Schicksal von Claus Graf Schenk von Stauffenberg, der hier am 20. Juli 1944 nach dem missglückten Attentat auf Hitler starb. Dieser Teil der Gedenkstätte ist würdevoll gestaltet und lädt zum Innehalten und Nachdenken ein. Die Atmosphäre des Ortes unterstreicht die Bedeutung der Ereignisse und ermöglicht einen respektvollen Umgang mit der Geschichte. Die Gedenkstätte ist nicht nur ein Ort des Gedenkens, sondern auch ein Raum für aktives Lernen, Forschung und politische Bildung.

Neben der Dauerausstellung werden regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen präsentiert, die bestimmte Aspekte des Widerstands vertiefen. Ein aktuelles Beispiel ist die Ausstellung „… dieser Feind steht rechts!“, die den Kampf gegen den Nationalsozialismus bereits vor 1933 thematisiert und zeigt, dass viele Demokrat*innen früh vor den Gefahren des Rechtsextremismus warnten. Ergänzt wird das Angebot durch ein umfangreiches Programm an Führungen, Vorträgen und Bildungsangeboten – sowohl vor Ort als auch digital.

Die Gedenkstätte bietet zudem vielfältige digitale Angebote an, darunter Online-Ausstellungen, Webseminare, Lernmaterialien und Audiowalks, die es ermöglichen, sich auch aus der Ferne intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Mit ihrer tiefgründigen Auseinandersetzung mit dem Thema Widerstand ist die Stätte ein unverzichtbarer Bestandteil der Berliner Kultur- und Gedenklandschaft und trägt dazu bei, die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wachzuhalten und politisches Bewusstsein zu fördern.

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