Museum

Aktives Museum

der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, 10876 Stauffenbergstraße 13-14/im 4. Stock

Highlights

  • Das Aktive Museum in der Stauffenbergstraße 13–14 dokumentiert seit 1990 historische Spuren Ost-Berlins und setzt Erinnerungszeichen für politische Brüche ab 1933.
  • Im 4. Stock präsentiert das Museum Wanderausstellungen, ein Archiv und eine Bibliothek zu Stadtgeschichte und Umbenennungen nach der Wende.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang im 4. Stock erfolgt über einen rollstuhlgerechten Aufzug, der eine ungehinderte Erschließung der Ausstellung ermöglicht.
  • Die Dauerausstellung thematisiert historische Umbrüche in Berlin-Ost seit 1933 und zeigt konkrete Spuren politischer Veränderungen an lokalen Orten.
  • Ein Besuch lohnt sich besonders für Interessierte an stadtgeschichtlichen Erinnerungsorten, da das Museum gezielt an ehemalige Gedenktafeln und Umbenennungen anknüpft.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kulturmuseum Aktives Museum Stauffenbergstraße 4. Stock

Das Aktive Museum in der Stauffenbergstraße 13–14, im vierten Stockwerk, ist ein zentraler Ort für die Aufarbeitung und Vermittlung der jüngeren deutschen Geschichte im Berliner Osten. Seit seiner Gründung engagiert sich der Verein dafür, historische Spuren und politische Brüche – insbesondere seit 1933 – sichtbar zu machen und im Stadtbild zu verankern. Durch gezielte Interventionen an Gedenktafeln, Umbenennungen von Straßen oder die Schaffung neuer Erinnerungszeichen wird das Museum zu einem lebendigen Archiv der Stadtgeschichte.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Dokumentation und Aufbereitung von Orten, die von Zwangsumsiedlungen, Vertreibungen oder politischen Umbrüchen geprägt sind. Die Wanderausstellung *„Zwangsräume“* – ursprünglich in Kooperation mit dem Dokumentationszentrum Prora auf Rügen konzipiert – zeigt in deutscher und englischer Sprache, wie sich diese Erfahrungen in der Stadtgeschichte Berlins widerspiegeln. Ergänzt um lokale Perspektiven, bietet die Ausstellung Einblicke in die komplexen Zusammenhänge von Erinnerungskultur und urbaner Transformation.

Das Aktive Museum verbindet wissenschaftliche Arbeit mit praktischer Stadtgestaltung: Seit den 1990er-Jahren setzt sich der Verein dafür ein, historische Schichten im Ostteil Berlins zu bewahren – etwa durch die Erhaltung von Gedenkorten oder die Reaktivierung vergessener Erinnerungszeichen. Die eigene Präsenzbibliothek und das Dokumentationsarchiv dienen als Fundus für Forschung und öffentliche Diskussion. Durch die institutionelle Förderung durch das Land Berlin wird diese Arbeit kontinuierlich unterstützt, um die Widersprüche und Kontinuitäten der Berliner Geschichte lebendig zu halten.

Mit Ausstellungen wie der Wanderpräsentation zum Architekten Ossip Klarwein oder der Online-Dokumentation *„Nachgegraben“* zeigt das Museum, wie Geschichte nicht nur archiviert, sondern auch neu interpretiert wird. Die Verbindung von Ausstellungsprojekten, Archivarbeit und stadtgeschichtlicher Vermittlung macht das Aktive Museum zu einem einzigartigen Ort für alle, die sich für die Spuren der Vergangenheit in der Gegenwart interessieren.

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