Freunde Ethnologisches Museum
Highlights
- Verein ‚Freunde Ethnologisches Museum‘ seit 1999 aktiv – fördert Forschung zu globalen Kulturgütern aus Afrika, Asien, Amerika und Ozeanien.
- Setzt sich kritisch mit kolonialen Sammlungsgeschichten auseinander und stärkt Dialog mit Herkunftsgemeinden und Berliner Wissenschaft.
- Kooperiert mit der FU Berlin für postkoloniale Forschung und Nachwuchsförderung im transregionalen Kontext.
Tipps
- Die Sammlungen des Vereins umfassen ethnographische, archäologische und kunsthistorische Objekte mit Fokus auf Afrika, Asien, Amerika sowie Australien und Ozeanien.
- Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der kritischen Reflexion der kolonialen Herkunft der Exponate und deren gesellschaftlicher Bedeutung im Kontext postkolonialer Forschung.
- Kooperationen mit Herkunftsgesellschaften und lokalen Akteuren prägen die Ausstellungen und fördern den Austausch über kulturelle und historische Zusammenhänge.
Eigenschaften
Ausflug Kulturmuseum: Ethnologisches Museum Berlin-Steglitz
Das Freunde Ethnologisches Museum in Berlin-Bezirk Steglitz-Zehlendorf ist ein engagierter, 1999 gegründeter Verein, der sich der Bewahrung und wissenschaftlichen Aufarbeitung ethnographischer, archäologischer und kunsthistorischer Sammlungen widmet. Die Vielfalt der Bestände reicht von Objekten aus Afrika, Asien, Amerika, Australien und Ozeanien – darunter Kunstwerke, Fotografien, historische Filme und musikethnologische Aufnahmen. Viele dieser Kulturzeugnisse wurden während der Kolonialzeit nach Berlin gebracht, ein historischer Kontext, der das Museum selbstkritisch reflektiert und als Ausgangspunkt für eine offene Auseinandersetzung mit den Folgen des Kolonialismus nutzt.
Das Freunde Ethnologisches Museum versteht sich als Vermittler zwischen Wissenschaft, Herkunftsgesellschaften und der Berliner Öffentlichkeit. Durch Forschung und öffentliche Diskurse setzt es sich für eine postkoloniale Perspektive ein, die nicht nur die Objekte, sondern auch ihre kulturellen und gesellschaftlichen Zusammenhänge sichtbar macht. Besonders wichtig ist dabei die Zusammenarbeit mit Vertreterinnen und Vertretern der Ursprungsregionen, um ein ausgewogenes Bild der Sammlungen zu vermitteln und deren Bedeutung für die Gegenwart zu erkunden.
Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Lehre, Forschung und Nachwuchsförderung – etwa durch Partnerschaften mit der Freien Universität Berlin. Diese Zusammenarbeit schafft einen Raum für interdisziplinäre Projekte, die kolonialgeschichtliche Fragestellungen mit zeitgenössischen Themen verbinden. Gleichzeitig wird der Forschungscampus zu einem lebendigen Ort, an dem Wissenschaftler:innen, Künstler:innen und die Öffentlichkeit gemeinsam an der Deutung ethnologischer Kulturgüter arbeiten.
Das Engagement des Vereins geht über die reine Sammlungsbewahrung hinaus: Es zielt darauf ab, ästhetische und sinnliche Erfahrungen mit den Objekten zu ermöglichen und deren historische sowie kulturelle Dimensionen erfahrbar zu machen. Durch diese Ansätze wird das Museum zu einem Ort der Reflexion über Identität, Globalisierung und die Verantwortung von Institutionen gegenüber ihren Sammlungen – immer im Dialog mit den betroffenen Gemeinschaften und der Stadtgesellschaft.