Bibliothek

Friedensbibliothek und Antikriegsmuseum der Evangelischen Kirche in

Greifswalder Str. 4, 10407 Berlin-Bezirk Pankow

Highlights

  • 1970 eröffnete die Evangelische Kirche in Pankow die erste halböffentliche Antikriegsausstellung zu Hiroshima und Nagasaki.
  • Seit 1984 verfügt die Friedensbibliothek über einen ständigen Ausstellungsraum mit verleihbaren Exponaten aus globalen Konflikten.

Tipps

  • Die Friedensbibliothek bietet Zugang zu historischen Dokumenten und Literatur zur Friedensforschung sowie zur Geschichte des Antikriegsengagements der Evangelischen Kirche.
  • Ein ständiger Ausstellungsraum zeigt seit 1984 Dauerpräsentationen zu Themen wie Kriegsverbrechen und friedenspolitischen Initiativen der Kirche.
  • Verleihbare Ausstellungen ermöglichen es, ausgewählte Exponate – darunter Originalgegenstände aus verschiedenen Ländern – für eigene Veranstaltungen zu nutzen.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Entspannt Bildung Ganzjährig

Friedensbibliothek Pankow: Antikriegsmuseum & Kulturausflug

Die Friedensbibliothek und das Antikriegsmuseum der Evangelischen Kirche in Berlin-Bezirk Pankow sind ein bedeutendes Zentrum für pazifistische Bildung und historische Aufklärung. Seit ihrer Gründung widmet sich die Einrichtung der Dokumentation von Kriegserfahrungen und der Vermittlung von Friedensidealen – besonders im Kontext des 20. Jahrhunderts. Als eine der ersten halböffentlichen Ausstellungen zu den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki fand bereits 1970 eine Ausstellung statt, die den Weg für spätere Projekte ebnete.

Das Museum entwickelte sich zu einem festen Bestandteil der kirchlichen Friedensarbeit. Ab 1980 wurden regelmäßig Ausstellungen gezeigt, die sich mit den Folgen von Krieg, Gewalt und Militarismus auseinandersetzten. Besonders die erste vollständig öffentliche Ausstellung 1982 markierte einen Meilenstein, gefolgt von der Einrichtung eines dauerhaften Ausstellungsraums 1984. Seitdem präsentiert das Museum wechselnde Schauen zu Themen wie Kriegsverbrechen, ziviler Widerstand und der Notwendigkeit von Abrüstung.

Ein zentrales Anliegen der Friedensbibliothek ist die Aufbewahrung und Bereitstellung von Literatur zu Friedensfragen, Antikriegsbewegungen und alternativen Konfliktlösungen. Die Sammlung umfasst historische Dokumente, Zeitzeugenberichte und internationale Perspektiven auf Krieg und Frieden. Zudem werden verleihbare Ausstellungen angeboten, die sich an verschiedene Räumlichkeiten anpassen lassen – oft ergänzt durch Originalgegenstände aus betroffenen Regionen.

Besonders eindrucksvoll ist die Botschaft des Hauses an junge Menschen: *„Ihr seid nicht draußen, um auf dem Schlachtfeld zu verrecken – kommt und seht euch an, was im 20. Jahrhundert möglich war und nie mehr sein darf.“* Diese Aufforderung unterstreicht die Rolle des Museums als Mahnmal und Lernort, der zum Nachdenken über die Verantwortung für eine friedliche Zukunft anregt. Die Verbindung von Bibliothek und Museum schafft so einen einzigartigen Raum für Information, Reflexion und Dialog.

Als Teil der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz verbindet die Einrichtung kirchliche Tradition mit gesellschaftlicher Verantwortung. Durch ihre Ausstellungen und Bildungsangebote trägt sie dazu bei, das Bewusstsein für die Gefahren von Krieg zu schärfen und friedenspolitische Diskurse zu fördern – stets mit dem Ziel, solche Verbrechen der Menschheit für immer zu verbieten.

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