Neues Atelierhaus Panzerhalle
Highlights
- Das Neue Atelierhaus Panzerhalle in Potsdam-Groß Glienicke ist ein Kunstzentrum mit Ateliers und Ausstellungsräumen für lokale Künstler:innen.
- Seit 2016 gestaltet das Atelierhaus gemeinsam mit Geflüchteten einen künstlerischen Pleasureground im Garten als öffentlichen Ausstellungsraum.
- Hier entstehen Wechselausstellungen wie ‚Kollektivität‘ oder Foto-Projekte, oft mit Bezug zu DEFA-Filmkultur und zeitgenössischer Fotografie.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang zum Atelierhaus erfolgt über die Waldsiedlung in Groß Glienicke mit klar markierten Wegen und einem rollstuhlgerechten Eingang.
- Die Ausstellungseröffnung und begleitende Veranstaltungen finden oft in Kooperation mit lokalen Initiativen statt, etwa durch künstlerische Projekte im Garten des Hauses.
- Im Foyer werden regelmäßig wechselnde Werke wie Zeichnungen, Grafiken oder Videoarbeiten ausgestellt, die aktuelle künstlerische Positionen des Atelierhauses präsentieren.
Eigenschaften
Kunst & Kultur: Atelierhaus Panzerhalle Potsdam-Nord
Das Neue Atelierhaus Panzerhalle in Potsdam-Nördliche Ortsteile ist ein lebendiges Kunstzentrum, das sich als offener Raum für künstlerische Experimentierfreude und kollektive Projekte etabliert hat. Eingebettet in die Waldsiedlung von Groß Glienicke, verbindet es traditionelle Handwerkskunst mit zeitgenössischer Ästhetik und gesellschaftlichem Engagement. Besonders bekannt ist das Haus für seine einzigartige Verbindung von Atelierkultur, Ausstellungen und partizipativen Projekten, die oft mit lokalen und internationalen Künstler:innen sowie Gemeinschaften kooperieren.
Ein zentrales Anliegen des Atelierhauses ist die Förderung von Kollektivität und gemeinschaftlichem Gestalten. So entstand etwa im Garten des Hauses ein künstlerisch gestalteter „Pleasureground“ – eine historische Gartenform, die als Erweiterung des Wohnraums ins Freie gedacht wird. Hier arbeiten Künstler:innen gemeinsam mit Geflüchteten aus der benachbarten Unterkunft an temporären Installationen, Zeichnungen und Ausstellungsprojekten. Die Ergebnisse, wie Linolschnitte, Videoarbeiten oder dokumentarische Fotos, werden im Foyer präsentiert und laden zum Dialog ein.
Das Programm des Atelierhauses reicht von thematischen Ausstellungen bis zu Filmabenden und dokumentarischen Retrospektiven. So wurde etwa das Werk der DEFA-Filmfotografin Waltraut Pathenheimer gewürdigt, während andere Schwerpunkte auf fotografischer Erinnerungskultur oder der Wechselwirkung zwischen Kunst und Alltag lagen. Die Ausstellungen reflektieren oft gesellschaftliche Fragen – etwa wie Fotografie künstlerische Prozesse, Erinnerung oder zeitliche Perspektiven transformiert. Besonders bemerkenswert ist die langjährige Dokumentation des Hauses, die in Kooperation mit Galerien wie der Kommunalen Galerie Berlin präsentiert wird.
Das Neue Atelierhaus Panzerhalle versteht sich als Ort der Begegnung, der nicht nur Künstler:innen, sondern auch Besucher:innen einlädt, sich mit künstlerischen Prozessen auseinanderzusetzen. Ob durch Ausstellungen im Innenraum, freigelegte Gartenprojekte oder Filmvorführungen – das Haus schafft Räume für kreative Impulse und intergenerationelle Austauschformate. Die enge Verbindung zu historischen Parks wie Schloss Babelsberg oder Glienicke unterstreicht dabei den Bezug zur Potsdamer Kulturlandschaft und ihrer langen Tradition künstlerischer Freiräume.
Mit seinem vielseitigen Angebot positioniert sich das Atelierhaus als wichtiger Knotenpunkt für zeitgenössische Kunst in Potsdam-Nördliche Ortsteile. Es zeigt, wie Ateliers, Ausstellungen und partizipative Formate zusammenwirken können, um Kunst nicht nur zu präsentieren, sondern sie als lebendigen Prozess erfahrbar zu machen – immer mit Blick auf die Menschen, die sie gestalten.