Anita-Berber-Park
Highlights
- Der Anita-Berber-Park in Neukölln wurde 2017 auf dem ehemaligen St.-Thomas-Friedhof eröffnet.
- Er ist nach der legendären Nackttänzerin und Schauspielerin Anita Berber benannt, die 1928 in Berlin starb.
- Der Park ist barrierearm zugänglich und bietet ein großes Freilaufgebiet für Hunde.
Tipps
- Der Park eignet sich gut als Verbindungsweg zwischen Hermannstraße und Tempelhofer Feld, auch wenn teilweise ein Umweg über den angrenzenden Friedhof nötig ist.
- Aufgrund von Drogenkonsum und herumliegenden Utensilien ist der Park mit Kindern nur eingeschränkt geeignet.
- Hunde dürfen im Park frei laufen, was ihn für Hundebesitzer attraktiv macht, aber auch zu erhöhter Begegnungsgefahr führen kann.
Eigenschaften
Über Anita-Berber-Park
Der Anita-Berber-Park liegt im Berliner Bezirk Neukölln und verbindet landschaftlich und städtebaulich den Schillerkiez mit dem Tempelhofer Feld. Benannt ist der Park nach der legendären Tänzerin und Ikone der Weimarer Republik, Anita Berber, die hier auch ihre letzte Ruhestätte hatte, ehe der Friedhof aufgelassen wurde. Das Areal des Parks entstand auf dem ehemaligen St.-Thomas-Friedhof und vereint heute Elemente der Friedhofslandschaft mit moderner Parkgestaltung. Die städtebauliche Umgestaltung schuf barrierearme Wege und verbesserte die Anbindung an die umliegenden Stadtteile.
Der Park dient nicht nur als Naherholungsgebiet, sondern auch als Verbindungsweg zwischen der Hermannstraße und dem Tempelhofer Feld. Teilweise führt der Weg durch den angrenzenden ehemaligen Friedhof, wodurch sich fließende Übergänge zwischen Gedenkstätte, Krokuswiese und Park ergeben. Diese Mischung aus historischem Charakter und urbaner Grünfläche verleiht dem Ort eine besondere Atmosphäre. Große Teile des Geländes sind für Hunde freilaufend gestaltet, was bei Besucherinnen und Besuchern beliebt ist, gleichzeitig aber auch zu Konflikten führt.
Kritisch wird der Parkstandort von einigen Nutzerinnen und Nutzern wahrgenommen, da hier wiederholt Drogen konsumiert und gehandelt werden. Besucher berichten von einer hohen Anzahl an suchtkranken Personen sowie fehlenden öffentlichen Konsumräumen, was den Aufenthalt, besonders mit Kindern, erschwert. Auffällig sind zudem vermehrte Drogenutensilien und blickdichte Pflanzenwuchs, der gezielt für Konsumzwecke genutzt wird. Diese Problematik wird auch von der Polizei registriert, die um die Hermannstraße und den angrenzenden Bahnhof Leinestraße zunehmende Straftaten verzeichnet.
Barrierefreie Wege und eine durchdachte Bepflanzung prägen das Erscheinungsbild des Parks. Dennoch fehlt es laut Nutzerfeedback an einer allgemeinen Wohlfühlatmosphäre, die zum Verweilen einlädt. Ein weiterer Kritikpunkt ist die fehlende Ampelanlage an der Thomasstraße, wo Fußgänger und Radfahrende die stark befahrene Hermannstraße überqueren müssen. Geplant ist eine Ampel, deren Umsetzung sich jedoch verzögert.