Bibliothek

Archiv der Jugendkulturen

Fidicinstraße 3, 10965 Berlin

Highlights

  • Das Archiv der Jugendkulturen in Berlin sammelt und erforscht Jugend-, Pop- und Subkultur seit 1997.
  • Es beherbergt die größte öffentlich zugängliche Fanzinesammlung Europas sowie umfangreiche Szenen-Materialien.
  • Das Archiv fördert politische Bildung und vermittelt Wissen durch Workshops, Ausstellungen und Forschungsprojekte.

Tipps

  • Im Lesesaal können Besucher:innen Materialien vor Ort einsehen, darunter auch die größte öffentlich zugängliche Fanzinesammlung Europas.
  • Regelmäßig finden Vorträge, Workshops und Veranstaltungen zu aktuellen Themen der Jugendkultur statt – lohnenswert für Interessierte.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Entspannt Bildung Ganzjährig

Über Archiv der Jugendkulturen

Das Archiv der Jugendkulturen in Berlin ist ein Ort der Sammlung, Forschung und Vermittlung von Wissen über jugendliche Lebenswelten und Subkulturen. Seit seiner Gründung im Jahr 1997 hat sich die Einrichtung zu einer bedeutenden Institution im Bereich der Jugendkultur etabliert. Ziel des gemeinnützigen Vereins ist es, authentische Zeugnisse aus Pop-, Jugend- und Subkulturen zu sammeln, zu erschließen und für Forschung, Bildung und Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Sammlung umfasst eine Vielzahl an Materialien wie Bücher, Zeitschriften, Textilien, Plakate, Audio- und Videoaufnahmen sowie eine der größten öffentlich zugänglichen Fanzinesammlungen Europas.

Thematische Schwerpunkte der Bestände sind unter anderem Punk, Techno, Metal, Graffiti, Skinhead, Fußballkultur sowie queere und feministische subkulturelle Bewegungen. Hinzu kommen kommerzielle Jugendzeitschriften und Mainstreampop sowie Spezialsammlungen wie das ehemalige Kasseler Graffiti Archiv oder Teile des Nachlasses von Ralf Regitz, dem ehemaligen Geschäftsführer von Planetcom. Die Präsenzbibliothek und der Lesesaal in Berlin-Kreuzberg bieten die Möglichkeit, die Bestände direkt einzusehen. Seit 2016 steht auch ein Online-Katalog (OPAC) zur Verfügung, der den Zugang zu Teilen der Sammlung erleichtert. Trotz seiner kulturellen und wissenschaftlichen Bedeutung erhält das Archiv keine strukturelle Förderung, weshalb seine Arbeit dauerhaft gefährdet ist.

Neben der archivarischen und bibliothekarischen Tätigkeit ist das Archiv der Jugendkulturen auch in der politischen Bildungsarbeit aktiv. Seit über 15 Jahren setzt sich die Einrichtung mit jugendkulturellen Ausdrucksformen im Kontext von Diskriminierung, Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Rechtsextremismus auseinander. Als anerkannter Träger der politischen Bildung realisiert das Archiv verschiedene Projekte, darunter „Culture on the Road“, „Diversity Box“ und die Ausstellung „Der z/weite Blick“. Auch Workshops, Vorträge und Bildungsreihen zu aktuellen gesellschaftlichen Themen gehören zum Angebot. Veranstaltungen wie das „Culture Camp“ oder Projekte wie „SPUR“, das sich mit Subkulturen in der DDR beschäftigt, ergänzen das vielfältige Programm.

Das Archiv der Jugendkulturen wird regelmäßig mit herausragenden Bewertungen versehen und genießt einen guten Ruf bei Besucherinnen und Besuchern. Es wird als wichtiger Ort für die Erforschung und Erinnerung an Jugendkulturen wahrgenommen. Einige Gäste berichten von inspirierenden Begegnungen mit wichtigen Persönlichkeiten der Szene oder von lohnenswerten Vorträgen. Die enge Verzahnung von Archiv, Bibliothek und Bildungsarbeit macht die Einrichtung zu einem unverzichtbaren Knotenpunkt im kulturellen Leben Berlins.

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