Bibliothek des Konservatismus
Highlights
- Europaweit einzigartige Sammlung von über 20.000 konservativen Werken seit 1789, inkl. Nachlässe und Korrespondenzen.
- Spezialisierte Bestände zu Gegenrevolution, 19. Jahrhundert, Konservativer Revolution (1918–1932) und Lebensrecht.
- Online-recherchierbarer Katalog mit 3.000+ katalogisierten Titeln und Sonderbestand zu ethischen Themen.
Tipps
- Der Online-Katalog ermöglicht die Recherche nach konservativen Schriften und Zeitungen aus verschiedenen Epochen sowie dem Sonderbestand Lebensrecht.
- Die systematische Aufstellung der Werke erlaubt eine thematische Einordnung konservativen Denkens von der Gegenrevolution bis zur Gegenwart.
- Der Sonderbestand Lebensrecht bietet Zugang zu Fachliteratur und Periodika, die sich mit ethischen und politischen Aspekten des Lebensschutzes befassen.
Eigenschaften
Kultur-Ausflug: Bibliothek des Konservatismus Berlin-Charlottenburg
Die Bibliothek des Konservatismus in Berlin-Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf ist eine einzigartige wissenschaftliche Einrichtung, die sich der systematischen Sammlung und Präsentation konservativen Denkens seit 1789 widmet. Getragen von der Förderstiftung Konservative Bildung und Forschung (FKBF), bietet sie einen umfangreichen Bestand an Werken bekannter und weniger bekannter Philosophen, Politiker, Literaten, Künstler und Publizisten. Der Fokus liegt auf der systematischen Aufstellung der Literatur, die sich mit den Ideen und Strömungen des Konservatismus befasst – von der Gegenrevolution über die konservative Revolution des frühen 20. Jahrhunderts bis hin zur Gegenwart.
Ein zentraler Bestandteil der Sammlung sind über 500 Zeitungen und Zeitschriften, darunter mehr als 70 laufende Titel, die historische und aktuelle konservative Debatten dokumentieren. Ergänzt wird der Bestand durch ein im Aufbau befindliches Archiv, das wertvolle Nachlässe und Korrespondenzen für die Forschung zugänglich macht. Besonders hervorzuheben ist der Sonderbestand „Lebensrecht“, der seit 2012 wissenschaftliche Literatur und Periodika zum Thema Lebensschutz umfasst. Dieser Sonderbestand ist über den Online-Katalog der Bibliothek recherchierbar und ergänzt die Schwerpunkte in Philosophie, Ideengeschichte, politischer Theorie und deutscher Nationalgeschichte.
Die Bibliothek des Konservatismus versteht sich nicht nur als Archiv, sondern auch als lebendige Veranstaltungsstätte. Regelmäßig finden hier Vorträge, Buchvorstellungen und wissenschaftliche Seminare statt, die konservatives Denken in den Diskurs einbringen. Die Schriftenreihe „Erträge“ dokumentiert die Ergebnisse dieser Veranstaltungen sowie wissenschaftliche Arbeiten, die in Verbindung mit der Bibliothek entstanden sind. Damit leistet sie einen Beitrag zur konservativen Bildung und Forschung und schafft ein Forum für den Austausch zwischen Experten, Studierenden und interessierten Laien.
Der Grundstock der Sammlung geht auf die Privatbibliothek des Stiftungsgründers Caspar Freiherr von Schrenck-Notzing zurück, der als langjähriger Herausgeber der konservativen Zeitschrift *Criticón* eine bedeutende Rolle im intellektuellen Leben des 20. Jahrhunderts spielte. Seitdem wurden weitere Sammlungen, etwa zur Konservativen Revolution, integriert, um den Bestand kontinuierlich zu erweitern. Die Bibliothek des Konservatismus präsentiert damit einen in Europa einzigartigen Überblick über die Vielfalt konservativen Denkens – von der Theorie bis zur Praxis.