Denkmal/Gedenkstätte

Dagmar Weissinger

Wilhelm-Kabus-Straße 42/44, 12101 Berlin-Bezirk Tempelhof-Schöneberg

Highlights

  • Dagmar Weissinger schuf 1983 eine 14-teilige Schieferarbeit für die Bayer. Stadtkirche Karlsruhe, gesponsert von der Stadt.
  • 2016 präsentierte sie im Naumannpark Berlin eine Performance mit Junko Wada und Hans Peter Kuhn im Rahmen ihrer Atelierausstellung.
  • 2017 zeigte der Kunstverein KunstHaus Potsdam ihre Installation ‚unregelmäßig | regelmäßig‘ in Potsdam.

Tipps

  • Die Skulpturen und Objekte der Ausstellung zeigen eine Verbindung von Materialität und räumlicher Interaktion, die durch Licht und Schatten geprägt wird.
  • Ein Begleitprogramm mit Performances und Klanginstallationen ergänzt die Präsentation und bietet Einblicke in die künstlerische Praxis der Werkgruppe.
  • Die Ausstellungsräume ermöglichen eine barrierefreie Betrachtung durch ausreichend Platz zwischen den Exponaten und ebenerdige Zugänge.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Dagmar Weissinger – Berlin-Tempelhof-Schöneberg

Ihr Werk verbindet abstrakte Formensprache mit einer tiefen Auseinandersetzung mit Materialität und Raum – ein Stil, der sie international auszeichnete. Die Installation, die ihren Namen trägt, ist Teil ihres künstlerischen Schaffen und spiegelt ihre experimentelle Herangehensweise an Skulptur und Installation wider. Weissinger arbeitete oft mit natürlichen Materialien wie Schiefer, Holz oder Metall, die sie in organischen, fast meditativen Formen arrangierte. Ihre Werke sind nicht nur ästhetische Objekte, sondern laden zum Verweilen und Nachdenken ein – ein zentrales Anliegen ihrer Kunst.

Weissingers künstlerischer Werdegang war geprägt von Ausstellungen und Projekten, die ihre Vielseitigkeit unterstrichen. Bereits in den 1980er-Jahren schuf sie eine 14-teilige Schieferarbeit für die Bayerische Stadtkirche in Karlsruhe, die von der Stadt gestiftet wurde und mit einem Begleitprogramm der evangelischen Kirche präsentiert wurde. Spätere Projekte, wie die Atelierausstellung im Deutschen Architektur Zentrum (DAZ) in Berlin, zeigten ihre Fähigkeit, Skulptur mit urbanem Raum zu verknüpfen. Besonders bemerkenswert ist ihre Zusammenarbeit mit anderen Künstlern: 2016 realisierte sie im Naumannpark eine Performance mit Junko Wada und Hans Peter Kuhn, die Klang und Bewegung in den Mittelpunkt stellte. Solche interdisziplinären Ansätze prägten ihr Schaffen und machten ihre Arbeiten zu einem Brückenschlag zwischen verschiedenen Kunstformen.

Die Skulptur *„Dagmar Weissinger“* im Bezirk Tempelhof-Schöneberg ist ein stiller, aber kraftvoller Ort der Reflexion. Sie steht im Kontext einer Kunst, die den Betrachter einlädt, Materialität und Raum neu zu begreifen. Während Weissingers Werk oft in Galerien und Ausstellungen wie dem KunstHaus Potsdam präsentiert wurde, verankert die Installation im öffentlichen Raum ihre Ideen in der urbanen Landschaft Berlins. Durch ihre reduzierte, aber ausdrucksstarke Formsprache wird sie zum Symbol für eine Kunst, die Grenzen zwischen Skulptur, Installation und Umwelt auflöst. Wer sich Zeit nimmt, die Details zu betrachten, entdeckt in den Linien und Texturen der Arbeit eine fast spirituelle Tiefe – ein Erbe, das Weissinger bis heute prägt.

Die Installation *„Dagmar Weissinger“* im Bezirk Tempelhof-Schöneberg ist dabei ein Beispiel dafür, wie Kunst den Alltag bereichert und zum Innehalten anregt. Sie erinnert daran, dass Skulptur mehr sein kann als bloße Dekoration: Sie kann eine Einladung sein, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Für Besucher, die sich für zeitgenössische Kunst und ihre Wirkung im urbanen Kontext interessieren, bietet die Skulptur einen einzigartigen Zugang zu Weissingers künstlerischem Universum.

Wer sich für weitere Einblicke in ihr Schaffen begeistert, findet in ihren Einzelausstellungen – etwa im Kunstverein KunstHaus Potsdam – vertiefende Perspektiven. Dort zeigte sie unter anderem 2017 die Ausstellung *„unregelmäßig | regelmäßig“*, die ihre Auseinandersetzung mit Rhythmus und Struktur verdeutlichte. Die Skulptur im Bezirk Tempelhof-Schöneberg ist somit nicht nur ein Denkmal für eine Künstlerin, sondern auch ein Stück lebendiger Berliner Kunstgeschichte – ein Ort, an dem Form, Material und Raum aufeinandertreffen und den Betrachter zum Mitdenken anregen.

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