Galerie Gondwana
Highlights
- Galerie Gondwana zeigt aktuelle Ausstellungen mit Malerei, Zeichnungen und fotografischen Experimenten wie *RiccSabba* oder *Ulrike Hansen/Jürgen Reichert*.
- Klassische Musik (z. B. Oxalis-Streichquartett) und internationale Künstler wie *Feng Xian Lin* (TRACES-Buchpräsentation) ergänzen das Programm.
- Ölgemälde auf Transparentpapier (z. B. *Eisenfeld*), Kreidearbeiten (*von Nordenskjöld*) und Mischtechniken (*Jagodzinski*) prägen die Präsentation.
Tipps
- Einige Ausstellungen zeigen experimentelle Techniken wie Mehrfachbelichtungen oder digitale Lichtbilder, die besondere Perspektiven auf Landschaft und Alltagsmotive bieten.
Eigenschaften
Kultur-Galerie Gondwana Berlin Tempelhof-Schöneberg
Die Galerie Gondwana im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg ist ein lebendiger Ort für bildende Kunst, klassische Musik und kulinarische Genüsse – vereint in einem intimen und inspirierenden Rahmen. Als vielseitige Plattform präsentiert sie regelmäßig wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Künstler:innen, die von Malerei über Zeichnungen bis hin zu fotografischen Experimenten und grafischen Collagen reichen. Besonders bekannt ist die Galerie für ihre Fähigkeit, unterschiedliche künstlerische Stile und Themen zu verbinden, etwa durch die Kombination von Pastellen, Ölgemälden oder digitalen Lichtbildern mit literarischen oder musikalischen Begleitprogrammen.
Ein zentrales Merkmal der Galerie Gondwana ist ihre Vielfalt an Ausstellungsformaten. Hier werden sowohl etablierte Künstler:innen als auch aufstrebende Talente gezeigt, darunter Namen wie Ulrike Hansen und Jürgen Reichert, deren Werke oft in öffentlichen Sammlungen Europas und der USA vertreten sind. Besonders beeindruckend sind ihre großformatigen Eitempera- oder Ölmalereien, die Naturmotive wie Blumen, Meere oder alpine Landschaften in leuchtenden Farben einfingen. Auch Walter Heinrich und Gerhard Tenzer prägten mit ihren Illustrationen und Malereien den künstlerischen Charakter der Galerie, wobei Tenzer mit seinen „Bars und Seestücken“ eine humorvolle, fast dokumentarische Note einbrachte.
Ein weiteres Highlight ist die enge Verbindung von Kunst und Musik. Bei vielen Vernissagen und Ausstellungen begleiten Streichquartette oder Solist:innen wie Rolf von Nordenskjöld (Bariton, Saxophon) die Besucher:innen mit klassischer Musik, etwa durch Kompositionen von Arsentiy Kharitonov. Diese Atmosphäre schafft eine einzigartige Synästhesie zwischen den Künsten, die das Erleben der Ausstellungen bereichert. Zudem wird in der Galerie oft auf internationale Perspektiven gesetzt – etwa durch Werke von Feng Xian Lin, deren fotografische Experimente mit Wasser und Licht die Grenzen der klassischen Landschaftsmalerei sprengen, oder durch die Holzschnitte und Ölgemälde der Luise Dewerny, die zwischen Alpenromantik und urbaner Verweigung oszillieren.
Die Galerie Gondwana versteht sich auch als Ort des Dialogs: Ob durch thematische Schwerpunkte wie die „Faszination des Wassers“ oder durch interdisziplinäre Projekte wie die Präsentation des Buches TRACES von Feng Xian Lin, wird hier Kunst als Prozess begreifbar gemacht. Die Ausstellungen sind oft von einer fast experimentellen Haltung geprägt – sei es durch Mehrfachbelichtungen fotografischer Arbeiten oder durch die Verfremdung alpiner Motive, die die „Ursprünglichkeit“ der Natur ironisch unterlaufen. Damit spricht die Galerie ein Publikum an, das nicht nur ästhetische Reize sucht, sondern auch den Diskurs über Ästhetik, Geschichte und gesellschaftliche Wahrnehmung mitgestalten möchte.
Wer sich für zeitgenössische Kunst in Berlin interessiert, findet in der Galerie Gondwana einen versteckten Perlenort – fernab vom Trubel der großen Museen, aber mit einem Programm, das ebenso vielfältig wie anspruchsvoll ist. Die Kombination aus hochwertigen Ausstellungen, musikalischer Untermalung und kulinarischen Angeboten macht jeden Besuch zu einem besonderen Erlebnis. Ob als Kulturbegeisterte:r oder als Entdecker:in neuer künstlerischer Stimmen – die Galerie lädt ein, sich auf unerwartete Perspektiven einzulassen.