Denkmal/Gedenkstätte

Gustav-Meyer-Denkmal

Puschkinallee, 12435 Berlin

Highlights

  • Das Gustav-Meyer-Denkmal steht im Treptower Park nahe der Puschkinallee.
  • Errichtet wurde es 1890 nach Entwürfen von Bildhauer Albert Manthe.
  • Die Büste zeigt Gustav Meyer, Berliner Städtischer Gartendirektor (1816–1877).

Tipps

  • Das Gustav-Meyer-Denkmal im Treptower Park ist gut zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
  • Der Standort nahe der Puschkinallee eignet sich für einen Spaziergang im Park mit Blick auf das historische Denkmal.
  • In der Nähe befinden sich Spielplätze und Erholungsflächen, die sich besonders für Familienbesuche anbieten.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Gustav-Meyer-Denkmal

Das Gustav-Meyer-Denkmal zählt zu den kulturellen Denkmälern Berlins und erinnert an den bedeutenden Berliner Gartendirektor Gustav Meyer. Die Marmorbüste wurde 1890 vom Bildhauer Albert Manthe geschaffen und erhebt sich auf einem aus rotem Granit gefertigten, obeliskenartig verjüngten Sockel. Die Inschrift am Sockel nennt Namen, Lebensdaten und Wirken Gustav Meyers sowie die Widmung durch Freunde und Verehrer. Ursprünglich befand sich das Denkmal an einem halbkreisförmigen Platz nördlich des ehemaligen Hippodroms im Treptower Park, wo es auch mit einer repräsentativen Bepflanzung umgeben war.

Im Zuge städtebaulicher Veränderungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Bau des Sowjetischen Ehrenmals in Treptow, wurde das Gustav-Meyer-Denkmal 1946 an seinen heutigen Standort nahe der Puschkinallee verlegt. Dort steht es heute am Nordrand der Großen Wiese im westlichen Teil des Treptower Parks. Die Umgebung des Denkmals ist heute schlichter gestaltet; die ursprüngliche, aufwändig gepflanzte Umgebung wurde nicht übernommen. Das Denkmal selbst zeigt sich heute in einem gealterten Zustand: die Inschrift ist verblasst, und der Marmor der Büste zeigt Verwitterungsspuren.

Gustav Meyer war von 1862 bis zu seinem Tod 1877 städtischer Gartendirektor von Berlin und prägte maßgeblich die Entwicklung zahlreicher Parkanlagen und Grünflächen der Stadt. Zu seinen bedeutendsten Werken zählen der Viktoriapark und Teile des Tiergartens. Seine Schüler und Kollegen initiierten nach seinem Tod die Gründung eines Komitees zur Errichtung eines Denkmals, das 1890 feierlich enthüllt wurde. Das Denkmal gilt als Beispiel für die neubarocke Bildhauerkunst des späten 19. Jahrhunderts und dokumentiert die Wertschätzung Meyers innerhalb der Berliner Gartenkunst seiner Zeit.

Im Unterschied zu anderen historischen Denkmälern Berlins, wie etwa dem ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal an der Schloßfreiheit, blieb das Gustav-Meyer-Denkmal während der politischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts weitgehend unversehrt. Während das Kaiser-Wilhelm-Denkmal 1950 auf Anweisung der SED-Führung abgerissen wurde, konnte das Gustav-Meyer-Denkmal seinen Platz im Stadtraum behalten und wird heute weiterhin als kulturelles Erbe Berlins wahrgenommen. Es ist Teil des Denkmalkatalogs der Stadt und wird von Vereinen und Forschenden betreut, die sich für die Erhaltung und Dokumentation Berliner Bildhauerkunst einsetzen.

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