Galerie

Haus Bastian – Zentrum für kulturelle Bildung

Am Kupfergraben 10, 10117 Berlin

Highlights

  • Haus Bastian wurde 2007 als private Kunstgalerie nach Entwürfen von David Chipperfield erbaut.
  • Seit 2019 dient das Gebäude als Bildungszentrum der Staatlichen Museen zu Berlin.
  • Das Gebäude erhielt 2009 den BDA-Preis Berlin und wurde für den Nike-Architekturpreis nominiert.

Tipps

  • Das Haus Bastian bietet geführte Vermittlungsprogramme für Kinder, Familien und Schulklassen direkt im Anschluss an die Sammlungen der Museumsinsel.
  • Interessierte können sich über das aktuelle Raumkonzept und wechselnde Ausstellungen zu Themen wie antike Skulpturen informieren.
  • Für Besuche mit Kindern ist eine individuelle Planung empfehlenswert, da längere Führungen die Aufmerksamkeit erschweren können.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Familie Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Haus Bastian – Zentrum für kulturelle Bildung

Das Haus Bastian – Zentrum für kulturelle Bildung in Berlin ist ein modernes Architekturwerk am Rande der berühmten Museumsinsel. Errichtet nach Entwürfen des renommierten Architekten David Chipperfield, zählt das Gebäude seit seiner Eröffnung zu den bedeutenden Kulturstandorten der Stadt. Ursprünglich als private Kunstgalerie konzipiert, wird es heute von den Staatlichen Museen zu Berlin als Bildungszentrum genutzt und bietet ein vielfältiges Programm für Kinder, Familien, Schulklassen, Erwachsene sowie geflüchtete Kinder.

Die Nutzung des Hauses findet ausschließlich im Rahmen von Veranstaltungen statt, wobei es besonders durch seine engagierte pädagogische Arbeit auffällt. Mit großzügigen Lern-, Erlebnis- und Kommunikationsräumen auf vier Geschossen bietet das Zentrum ideale Voraussetzungen für interaktive Bildungsformate im Kontext der umliegenden Museen. Die Räumlichkeiten sind hell und offen gestaltet, mit einer Höhe von 5,50 Metern und großzügigen Fensterfronten, die den Innenraum mit natürlichem Licht durchfluten.

Das Gebäude wurde unter Verwendung von Abbruchziegeln errichtet und verbindet Nachhaltigkeit mit moderner Architektur. Es entspricht in Grundriss und Höhe den Proportionen des Vorgängerbaus, der im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Nach seiner Schenkung an die Stiftung Preußischer Kulturbesitz wurde das Innere komplett neu gestaltet, um den Anforderungen eines zeitgemäßen Bildungsorts gerecht zu werden. Dabei entstand ein innovatives Raumkonzept, das kreative und partizipative Lernformate ermöglicht.

Das Haus Bastian wurde bereits 2009 mit dem BDA-Preis Berlin ausgezeichnet und war 2010 für den BDA-Architekturpreis „Nike“ nominiert. Die Architektur des Hauses spiegelt nicht nur die Qualität seiner Entstehung wider, sondern auch die Vision seiner Gründer, Kunst und Bildung eng miteinander zu verzahnen. Die enge Verbindung zur Museumsinsel macht es zu einem idealen Ausgangspunkt für kulturelle Exkursionen und vertiefende Bildungsangebote.

Trotz überwiegend positiver Resonanz gab es vereinzelte Kritik, etwa von Schulklassen, denen die Inhalte und Dauer der Führungen nicht immer zugesagt haben. Dennoch bleibt das Haus Bastian ein wichtiger Akteur im Berliner Kulturleben – sowohl als ehemalige Galerie mit internationaler Ausstrahlung als auch als modernes Zentrum für kulturelle Bildung mit klarem gesellschaftlichen Auftrag.

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