Heilig Kreuz-Kirche
Highlights
- Die Heilig-Kreuz-Kirche in Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg wurde 1885–1888 im gotischen Stil erbaut.
- Sie wurde 1951–1959 nach Kriegszerstörungen vereinfacht wiederaufgebaut und später umfassend saniert.
- Die Kirche beherbergt moderne Kunstwerke und ist Teil der Evangelischen Kirchengemeinde vor dem Halleschen Tor seit 2023.
Tipps
- Die Heilig-Kreuz-Kirche bietet eine ungewöhnliche Architektur mit gotischen Elementen und modernen Kunstwerken wie farbigen Glasfenstern.
- Für Konzerte und kulturelle Veranstaltungen eignet sich der Kirchenraum besonders durch seine gute Akustik und angenehme Raumtemperatur.
- Das Gebäude verfügt über barrierefreie Sanitäranlagen sowie allgender-Toiletten, was den Besuch für verschiedene Zielgruppen erleichtert.
Eigenschaften
Über Heilig Kreuz-Kirche
Die Heilig Kreuz-Kirche befindet sich im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und zählt heute zu den zentralen sakralen und kulturellen Orten des Stadtteils Kreuzberg. Die evangelische Kirche wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und ursprünglich nach biblischen Motiven benannt, die an den nahegelegenen Kreuzberg erinnern. Der Kirchbau stammt vom Baumeister Johannes Otzen und wurde unter der Leitung von Julius Kleinau realisiert. Charakteristisch für das Gebäude ist sein gotischer Baustil, geprägt durch ein Lang- und Querhaus sowie einen markanten Vierungsturm.
Die Kirche wurde nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg in den 1950er Jahren wieder aufgebaut, allerdings in vereinfachter Form. In den folgenden Jahrzehnten wurde sie mehrfach umfassend saniert, zuletzt in den 1990er Jahren, wobei auch eine architektonische Öffnung für kirchliche und weltliche Nutzung erfolgte. Besondere Elemente der Innenausstattung sind moderne Kunstwerke, darunter farbige Glasfenster von Johannes Schreiter sowie das Triptychon „Christus im Holocaust“ von Ismond Rosen. Auch zwei weitere Skulpturen desselben Künstlers, „Die Berliner Mauer“ und „Die Wächter“, sind in der Kirche zu sehen.
Heute dient das Gebäude nicht nur als Gotteshaus, sondern auch als Veranstaltungsraum für kulturelle und gesellschaftliche Formate. Die Räumlichkeiten bieten Platz für bis zu etwa 550 Personen und werden unter anderem für Konzerte, Vorträge und Gedenkveranstaltungen genutzt. Zu den Besonderheiten zählen die gute Akustik sowie die barrierefreie Gestaltung, die auch all-gender-Toiletten und moderne Sanitäranlagen umfasst. Die Nutzung der Kirche für Candlelight-Konzerte wird regelmäßig positiv bewertet, sowohl hinsichtlich der Atmosphäre als auch der technischen Ausstattung.
Die Kirche ist Teil der Evangelischen Kirchengemeinde vor dem Halleschen Tor, die aus der Fusion mehrerer Gemeinden entstand. Diese Gemeinde engagiert sich über den kirchlichen Betrieb hinaus in sozialen, kulturellen und pädagogischen Bereichen. Neben Gottesdiensten finden hier regelmäßig kulturelle Veranstaltungen, Andachten, Bildungsangebote und Gemeinschaftsprojekte statt. Der angeschlossene Kirchgarten mit seinem kleinen Wasserfall lädt zur Erholung und zum Verweilen ein.