Kirche/Kloster

Heilig-Kreuz-Kirche Berlin-Hohenschönhausen

Malchower Weg 22, 13053 Bezirk Lichtenberg

Highlights

  • Die Heilig-Kreuz-Kirche in Berlin-Hohenschönhausen wurde 1931 als katholische Gemeinde gegründet und steht seit 2026 unter Denkmalschutz.
  • Architektonisch bedeutend: Die Kirche entstand in den 1980ern als Limex-Bau und erhielt 1986 eine gotisch gestaltete Orgelemporen-Sichtwand.
  • Rollstuhlgerecht mit barrierefreiem Zugang und Parkplatz – Teil des katholischen Kirchenlebens im Bezirk Lichtenberg.

Tipps

  • Ein rollstuhlgerechter Zugang ermöglicht den barrierefreien Zugang zur Kirche und den Innenraum.
  • Der Parkplatz vor der Kirche bietet ebenfalls rollstuhlgerechte Stellplätze für Besucher.
  • Barrierefreie Toiletten stehen für alle Gäste in der Nähe des Eingangsbereichs zur Verfügung.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Heilig-Kreuz-Kirche Berlin-Hohenschönhausen: Sakrale Kultur

Die Heilig-Kreuz-Kirche im Berliner Bezirk Lichtenberg ist ein bedeutendes sakrales Bauwerk der katholischen Gemeinde in Hohenschönhausen. Gegründet wurde die Pfarrei bereits 1931, doch der Kirchenbau entstand später im Rahmen des besonderen Limex-Sonderbauprogramms der DDR, das in den 1980er Jahren gezielt neue Kirchen für die wachsenden Großsiedlungen am Stadtrand Ost-Berlins vorsah. Die Kirche steht heute unter Denkmalschutz und gilt als eines der drei Limex-Kirchen, deren architektonische Qualität und historische Bedeutung vom Berliner Landesdenkmalamt gewürdigt wurden.

Architektonisch fällt die Heilig-Kreuz-Kirche durch ihre klare, funktionale Gestaltung auf, die typisch für den Kirchenbau der DDR-Zeit ist. Besonders hervorzuheben ist die gotisch inspirierte Sichtwand der Orgelempore, die bei einer Renovierung in den 1980er Jahren hinzugefügt wurde. Diese gestalterische Entscheidung verleiht dem Innenraum eine besondere Note und unterstreicht den Versuch, traditionelle Formen mit modernem Kirchenbau zu verbinden. Die Kirche dient bis heute als zentraler Ort der katholischen Gemeinschaft in Lichtenberg und ist ein Zeugnis des religiösen Lebens in Ost-Berlin.

Die Heilig-Kreuz-Kirche ist nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein Beispiel für die Inklusivität und Zugänglichkeit sakraler Räume. Mit einem rollstuhlgerechten Zugang, einem barrierefreien Parkplatz und einem behindertengerechten WC richtet sie sich bewusst an alle Besucher:innen. Diese Ausstattung spiegelt den modernen Anspruch wider, Kirchen als offene Räume für die gesamte Gesellschaft zu gestalten – ein Merkmal, das die Kirche auch nach der Wiedervereinigung beibehalten hat.

Die denkmalrechtliche Unterschutzstellung der Heilig-Kreuz-Kirche unterstreicht ihre Bedeutung als Teil des kulturellen Erbes Berlins. Neben ihrer architektonischen Eigenständigkeit dokumentiert sie die Geschichte der katholischen Kirche in Ost-Berlin, insbesondere in den sozialistischen Planungsstrukturen der 1980er Jahre. Die Kirche steht damit in einem Dialog mit anderen bedeutenden Sakralbauten der Region, etwa dem Evangelischen Gemeindezentrum Am Fennpfuhl, das ebenfalls als Denkmalschutzobjekt anerkannt wurde.

Für Besucher:innen bietet die Heilig-Kreuz-Kirche eine einzigartige Mischung aus Geschichte, Architektur und spiritueller Atmosphäre. Ob als Ort der Besinnung, für kulturelle Veranstaltungen oder als Zeugnis des kirchlichen Lebens in Lichtenberg – die Kirche lädt ein, ihre besondere Rolle in der Berliner Sakrallandschaft zu entdecken. Mit ihrem Denkmalschutz wird sie nicht nur bewahrt, sondern auch als Teil des kollektiven Gedächtnisses der Stadt weitergeführt.

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