Monopol-Siedlung
Highlights
- Die Monopol-Siedlung in Berlin-Mariendorf wurde 1922–1923 nach Plänen von Wolfgang Binder erbaut.
- Sie entstand als Wohnsiedlung für Mitarbeiter der Reichsmonopolverwaltung und ist unter Denkmalschutz.
- Die Siedlung umfasst die Straßen Monopolstraße, Finkenweg, Lerchenweg, Schwalbenweg und Ullsteinstraße.
Tipps
- Die Siedlung ist fußläufig erkundbar und bietet eine ruhige, grüne Umgebung mit historischer Architektur.
- Parkplätze sind begrenzt, daher ist Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ratsam.
- Kinderfreundlich mit viel Grün, aber enge Straßen können bei Autos schnell nerven.
Eigenschaften
Über Monopol-Siedlung
Die Monopol-Siedlung ist eine historische Wohnsiedlung im Berliner Ortsteil Mariendorf und zählt heute zu den unter Denkmalschutz stehenden Bauten. Errichtet wurde sie in den Jahren 1922 bis 1923 nach Entwürfen des Architekten Wolfgang Binder. Ursprünglich diente sie als Wohnprojekt für Beamte und Angestellte der Reichsmonopolverwaltung, weshalb sie ihren Namen trägt. Der Bau erfolgte durch die Beamten-Baugesellschaft der Reichsmonopolverwaltung.
Die Siedlung erstreckt sich in der Monopolstraße zwischen Ullstein- und Eisenacher Straße und umfasst mehrere Straßenabschnitte mit insgesamt über hundert Einzelgebäuden. Dazu gehören die Hausnummern Monopolstraße 12–37 und 46–87, sowie Gebäude in der Finkenstraße, Lerchenweg, Schwalbenweg und Ullsteinstraße. Architektonisch gliedert sich die Siedlung in vier unterschiedliche Haustypen, die teilweise gedreht angeordnet wurden, um ein abwechslungsreiches Straßenbild zu schaffen.
Die Monopol-Siedlung steht heute als Beispiel für das Berliner Stadtlandschaftsbild der 1920er Jahre unter Denkmalschutz. Ihre ruhige, grüne Umgebung sowie die enge Bauweise prägen das Stadtbild und bieten einen Kontrast zur umliegenden städtischen Infrastruktur. Die engeren Straßen und die dichte Bebauung sorgen für eine familiäre Atmosphäre, die von Besucher*innen regelmäßig wahrgenommen wird. Gleichzeitig wird bemängelt, dass es an ausreichend Parkraum mangelt.
Regelmäßig finden kulturelle Veranstaltungen innerhalb der Siedlung statt, darunter das alljährliche Sommerfest, das unter anderem von der AWO Tempelhof organisiert wird. Diese Ereignisse unterstreichen den sozialen Zusammenhalt der Bewohner*innen und tragen zur lebendigen Nutzung des Ortes bei. Die Siedlung gilt vielen als eine der gelungensten Wohnformen Berlins dieser Zeit und bleibt trotz ihrer zentralen Lage ein verstecktes Juwel, das nur schwer zu entdecken ist, wenn man sich nicht gezielt dorthin begibt.