Passionskirche
Tipps
- Für Besuche bei Lichtshows oder Konzerten lohnt es sich, Sitzsäcke mitzubringen, um sich bequem hinzusetzen.
- Die Kirche verfügt über eine moderne Licht- und Tontechnik, die besonders bei Veranstaltungen zum Tragen kommt.
Eigenschaften
Über Passionskirche
Die Passionskirche befindet sich im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und zählt zu den sakralen Bauten mit einer besonderen architektonischen und kulturellen Ausstrahlung. Errichtet zwischen 1905 und 1908 nach Plänen des Baurates Theodor Astfalck, entstand sie als dritte Kirche der Heilig-Kreuz-Gemeinde in der ehemaligen Tempelhofer Vorstadt. Im neuromanischen Stil erbaut, zeigt das Bauwerk einen quadratischen Grundriss mit einem zentralen Turm sowie vier weiteren Türmen an den Ecken, wodurch sich die Form eines griechischen Kreuzes ergibt. Die burgähnliche Gestaltung des Gesamtbaus wird durch den mittigen Glockenturm und die farbigen Ziegeln der Turmdächer unterstrichen, die nach historischen Vorbildern gefertigt wurden.
Das Innere der Kirche besticht durch seine originale Ausstattung, die trotz Kriegseinwirkungen im Zweiten Weltkrieg weitgehend erhalten blieb. Ein zentraler Kronleuchter im Jugendstil mit farbigem Glas, eine Schenkung der Firma Siemens, schmückt den Kirchenraum unterhalb der Decke. In den 1950er Jahren erfolgte die Wiederherstellung der Kriegsschäden, gefolgt von weiteren Ausbauten, darunter der Einbau einer Orgel des Orgelbaumeisters Karl Ludwig Schuke. In den 1960er Jahren erhielten die drei Hauptfenster Glasmalereien zu den Themen Gethsemane, Kreuzigung und Kreuzabnahme. Spätere Sanierungen ab den 1990er Jahren brachten behindertengerechte Zugänge, moderne Fußbodenheizung sowie Licht- und Tontechnik, ohne den denkmalgeschützten Charakter der Kirche zu beeinträchtigen.
Die Passionskirche ist nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch kultureller Veranstaltungsort. Neben Gottesdiensten unterschiedlicher Formate finden hier regelmäßig Konzerte statt, begleitet von einer vielseitigen musikalischen Leitung. Die Akustik und der architektonische Rahmen bieten ideale Voraussetzungen für künstlerische Darbietungen, wie etwa von Corvus Corax oder anderen Ensembles. Veranstaltungen wie die Taizéandachten oder besondere Festgottesdienste zu Themen wie dem Shoah-Gedenktag oder der Reformation unterstreichen die Bedeutung des Ortes für spirituelle und gesellschaftliche Reflexion. Daneben dient die Kirche als Raum für soziale Angebote wie die Lebensmittelausgabe „Laib und Seele“.
Die Nutzung der Kirche ist vielfältig: Neben Gebeten, Besichtigungen und Andachten kann der Raum für kulturelle und private Veranstaltungen gemietet werden. Die Vermietung erfolgt über die Halle-Luja Kulturmanagement GmbH. Die Kirche ist an bestimmten Wochentagen für Besuche geöffnet, wobei die genauen Zeiten je nach Tageszeit variieren. Die Gemeindekirche vor dem Halleschen Tor, zu der die Passionskirche gehört, koordiniert über ihre Gemeindebüros die kirchlichen und sozialen Aktivitäten im Stadtteil und steht für verschiedene Angebote offen.