RBB Fernsehhaus 1
Highlights
- Das RBB-Fernsehzentrum in Berlin-Westend wurde 1965 bis 1970 nach Entwürfen von Robert Tepez erbaut.
- Es ist ein Baudenkmal und befindet sich am Theodor-Heuss-Platz zwischen Masurenallee und Kaiserdamm.
- Das Gebäudekomplex umfasst Hochhaus und Flachbauten und beherbergt unter anderem die Redaktionen von Abendschau und rbb Praxis.
Tipps
- Ein Besuch lohnt sich besonders für Architekturinteressierte sowie Fans des Sandmännchens, zu dessen 60-jährigem Jubiläum 2019 eine Gedenkfigur am Eingang aufgestellt wurde.
- Direkt am Theodor-Heuss-Platz gelegen, vermittelt das Areal zwischen Kaiserdamm und Masurenallee einen Einblick in die Berliner Medienwelt.
Eigenschaften
Über RBB Fernsehhaus 1
Das RBB Fernsehhaus 1 befindet sich im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, im Ortsteil Westend, und zählt heute zu den bedeutenden Baudenkmalen der Stadt. Es ist Teil eines dreiteiligen Gebäudekomplexes, der zwischen Masurenallee und Kaiserdamm am Theodor-Heuss-Platz liegt. Der markante Gebäudekomplex wurde in den Jahren 1965 bis 1970 nach Entwürfen des Architekten Robert Tepez errichtet und war ursprünglich als neues Zentrum des Senders Freies Berlin gedacht. Mit seiner modernen Architektur der 1960er Jahre prägt es heute das Stadtbild und steht als Zeugnis der Mediengeschichte unter Denkmalschutz.
Das Ensemble gliedert sich in mehrere Baukörper: Der nördliche Flügel mit sieben Geschossen beherbergt Messtechnik und Synchronstudios, während der südliche Teil mit bis zu 14 Geschossen den Haupttrakt bildet. Auffällig ist der etagenweise Wechsel der Fassadenverkleidung aus braunem und weiß-metallenem Aluminium. Auf dem Dach erhebt sich ein charakteristischer Turm, der optisch als Verbindungselement zwischen den unterschiedlich hohen Gebäudeteilen fungiert. Auf diesem befinden sich unter anderem Richtfunkantennen sowie eine Webcam mit Blick auf das nahegelegene Messegelände und den Berliner Funkturm.
Östlich des Hochhauses erstreckt sich ein zweigeschossiger Eingangsbau, der den Zugang zum Gelände markiert. Eine Fußgängerbrücke führt in einem spitzen Winkel zum benachbarten Haus des Rundfunks. Entlang des Kaiserdamms befinden sich zudem drei fensterlose, klinkerverkleidete Produktionsstudios, die speziell gegen Verkehrslärm isoliert wurden. Diese architektonische Lösung ermöglichte ruhige Aufnahmebedingungen und unterstreicht den hohen technischen Anspruch des Ensembles. Seit 2003 trägt das Gebäude den Namen RBB-Fernsehzentrum, nachdem der Sender Freies Berlin mit dem Ostberliner ORB fusionierte.
Das Gelände ist nicht nur ein aktiver Medienstandort, sondern auch kultureller Anziehungspunkt. Regelmäßig finden öffentliche Führungen statt, die Einblicke in die Welt des Fernsehens ermöglichen. In der 14. Etage beherbergte Radio Eins eine öffentlich zugängliche Dachlounge. Seit 2019 ziert eine lebensgroße Sandmännchen-Figur den Eingangsbereich und erinnert an die lange Tradition des Kinderfernsehens in Deutschland. Das RBB Fernsehhaus 1 verkörpert damit sowohl architektonische wie auch mediengeschichtliche Bedeutung und ist ein wichtiger Teil des Berliner Kultur- und Erinnerungsortes.