Museum

Stasimuseum

Normannenstraße 20/Haus 1, 10365 Bezirk Lichtenberg

Highlights

  • Das Stasimuseum Berlin befindet sich im ehemaligen Ministerium für Staatssicherheit der DDR in Lichtenberg.
  • Kernstück der Ausstellung sind die original erhaltenen Diensträume von Erich Mielke.
  • Das Museum ist barrierefrei zugänglich und bietet Führungen in deutscher und englischer Sprache an.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Stasimuseum

Das Stasimuseum befindet sich im Bezirk Lichtenberg von Berlin und zählt zu den bedeutendsten Gedenkstätten und Museen zur Aufarbeitung der Geschichte der DDR. Es ist in Haus 1 des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) untergebracht, dem zentralen Organ der Stasi. Das Gebäude entstand in den frühen 1960er Jahren als Dienstsitz des langjährigen Ministers Erich Mielke. Nach der friedlichen Revolution und der Besetzung des Stasi-Hauptquartiers im Januar 1990 wurde hier das Stasimuseum eröffnet, um die Funktionsweise und die Methoden des mächtigsten Geheimdienstes der ehemaligen Sowjetischen Besatzungszone und der DDR öffentlich zu machen.

Die Dauerausstellung trägt den Titel „Staatssicherheit in der SED-Diktatur“ und veranschaulicht eindrücklich, wie die Stasi im Auftrag der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands die Bevölkerung überwachte, kontrollierte und terrorisierte. Ein besonderes Highlight des Museums ist die originalgetreu erhaltene Büroetage des letzten Stasi-Ministers Erich Mielke. Besucher können die authentisch gestalteten Räume betreten und erhalten so einen unmittelbaren Eindruck vom Alltag der Machthaber der DDR. Zahlreiche Exponate, Akten, Fotos und Originalobjekte ergänzen die Ausstellung und verdeutlichen die Methoden der Bespitzelung, Rufmordkampagnen und Repression.

Das Museum bietet neben der Dauerausstellung regelmäßig öffentliche Führungen in deutscher und englischer Sprache an, die einen vertieften Einblick in die Geschichte der Stasi ermöglichen. Für individuelle Besuche stehen Audioguides in mehreren Sprachen zur Verfügung. Auch Gruppen können Führungen buchen, die von sachkundigen Mitarbeitern durchgeführt werden. Die gesamte Ausstellung ist zweisprachig gestaltet, was sie auch für ein internationales Publikum zugänglich macht. Besucher berichten häufig, dass der Besuch des Stasimuseums ein eindrucksvolles und lehrreiches Erlebnis ist, das tief in die Geschichte der ehemaligen DDR eintauchen lässt.

Das Stasimuseum ist barrierefrei zugänglich. Menschen mit eingeschränkter Mobilität können über einen speziellen Eingang das Museum betreten, und im Gebäude befinden sich behindertengerechte Sanitäranlagen. Interessierte können vorab Tickets online buchen oder vor Ort erwerben. Auch die Möglichkeit, eine private Stasi-Akte einzusehen, wird über das Bundesarchiv angeboten, wobei entsprechende Anträge auch direkt am Museumsschalter beantragt werden können.

Träger des Stasimuseums ist der gemeinnützige Verein ASTAK e.V., der das Museum vor allem durch Eintrittsgelder und Spenden finanziert. Unterstützer des Museums sind unter anderem der Berliner Beauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Das Museum befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Magdalenenstraße, erreichbar mit der U-Bahnlinie U5, und ist somit auch für Besucher aus anderen Teilen Berlins gut zu erreichen. Es lädt ein, die dunkle Vergangenheit der DDR hautnah zu erfahren und den Wert von Freiheit und Demokratie wertzuschätzen.

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