Denkmal/Gedenkstätte

Zielrichterturm

Treskowallee 159, 10318 Bezirk Lichtenberg

Highlights

  • Der Zielrichterturm in Lichtenberg stammt aus den 1960er Jahren und wurde von Günter Schildhauer entworfen.
  • Er markierte die Endstation der Trabrennbahn und diente als Haupteinfahrt für Prominente an der Schöneweider Zufahrt.
  • Alle historischen Gebäude in der Umgebung, darunter der Turm, stehen unter Denkmalschutz.

Tipps

  • Der Zielrichterturm bietet Einblicke in die Geschichte der Trabrennbahn und markiert die historische Haupteinfahrt für bedeutende Persönlichkeiten.
  • Ein Besuch des nahegelegenen Rundstalls ermöglicht die Betrachtung eines denkmalgeschützten Gebäudes aus der Zeit der Rennbahngeschichte.
  • Die Chronologie und Baubeschreibung des Waagegebäudes wird durch eine Informationstafel zwischen Waagegebäude, Kutscherstube und Rundstall vermittelt.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Zielrichterturm Lichtenberg

Der Zielrichterturm im Berliner Bezirk Lichtenberg ist ein markantes Bauwerk mit historischer Bedeutung, das eng mit der Tradition des Trabrennens in der Region verbunden ist. Entworfen von Günter Schildhauer in den späten 1950er-Jahren, wurde er in den frühen 1960er-Jahren fertiggestellt und diente als zentraler Punkt für die Zielrichterei auf der Trabrennbahn. Der Turm markiert bis heute den Abschluss der Rennbahntour und war einst die Haupteinfahrt für bedeutende Persönlichkeiten, die die renommierte Schöneweider Zufahrt nutzten.

Direkt in der Nähe des Zielrichterturms liegen weitere historische Bauten, die den Charme der ehemaligen Trabrennbahn bewahren. Der Rundstall, ein architektonisch beeindruckendes Gebäude, befindet sich nur wenige Schritte entfernt und unterstreicht den ländlich-prägnanten Charakter des Geländes. Ebenfalls sehenswert ist das Waagegebäude, das an einem weißen Zaun zwischen Kutscherstube und Rundstall steht und mit einer informativen Tafel zur Chronologie und Baubeschreibung aufwartet. Diese Gebäude stehen alle unter Denkmalschutz und spiegeln die historische Nutzung des Areals wider.

Der Zielrichterturm ist nicht nur ein Symbol für den Sport, sondern auch ein Ort mit militärischer und politischer Vergangenheit. Ursprünglich diente das benachbarte Gebäude als Offizierskasino der Festungspionierschule und wurde später Schauplatz der Kapitulation 1945 sowie Sitz der SMAD. Hier erfolgte 1949 die Übergabe der Regierungsgeschäfte an die DDR, bevor es später als Gedenkstätte für die sowjetischen Streitkräfte diente. Die Verbindung zu diesen historischen Ereignissen macht den Standort zu einem Ort, der sowohl sportliche als auch politische Dimensionen vereint.

Für Besucher bietet der Bereich um den Zielrichterturm eine Mischung aus Kultur, Geschichte und Natur. Neben den denkmalgeschützten Bauten laden die umliegenden Grünflächen und die Atmosphäre der ehemaligen Trabrennbahn zum Verweilen ein. Besonders interessant ist die Nähe zum Reiterdenkmal, das sich hinter der Kita „Kleine Traber“ befindet und an die Tradition des Pferdesports erinnert. Die Kombination aus architektonischem Erbe, sportlicher Geschichte und militärischer Vergangenheit macht den Zielrichterturm zu einem faszinierenden Ausflugsziel im Bezirk Lichtenberg.

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