Museum

Motorrad-Veteranen und Technik-Museum

Hauptstraße 85, 02779 Großschönau

Tipps

  • Das Museum ist nur an Wochenenden geöffnet, daher die Besuchsplanung entsprechend anpassen.
  • Im Dachgeschoss befindet sich eine Sonderausstellung zur Herstellung von Rettungsinseln und Schlauchbooten bis 2008.
  • Interessante historische Werkstätten mit funktionierenden Maschinen aus der Zeit um 1900 bieten zusätzlichen Besucherwert.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Motorrad-Veteranen und Technik-Museum

Das Motorrad-Veteranen und Technik-Museum in Großschönau liegt im sächsischen Kreis Görlitz und zählt zu den besonderen kulturellen Anlaufstellen der Region. Es präsentiert eine umfangreiche Sammlung historischer Fahrzeuge und technischer Exponate, vor allem mit Schwerpunkt auf Motorrädern. Die Schwerpunkte der Ausstellung umfassen Fahrzeuge namhafter Marken wie Wanderer, Megola, Ardie, Heros, Lomos und AWO, viele davon aus der regionalen Tradition des Fahrzeugbaus in der Oberlausitz. Neben rund 70 Motorrädern werden zehn Mopeds sowie zehn Fahrräder gezeigt. Daneben finden Besucher auch einige historische Motoren sowie seltene Automodelle, darunter ein Adler aus dem frühen 20. Jahrhundert und ein Phänomobil von 1907. Ein besonderes Exponat ist eine Dampfmaschine, die zugleich als technisches Denkmal gilt.

Das Museum befindet sich in einem ehemaligen Fabrikgebäude in der Hauptstraße und verfügt über mehrere Ebenen, die unterschiedliche Themenbereiche abbilden. Im Erdgeschoss erstreckt sich eine historische Schlosserwerkstatt aus dem Zeitraum um 1900 bis 1920, in der Dreh-, Bohr- und Hobelmaschinen über mechanische Transmissionen angetrieben werden. Angrenzend sind Schmiede- und Holzwerkstätten aus derselben Epoche zu sehen. Historische Ladenfassaden säumen den gegenüberliegenden Bereich des Raumes. Im ersten Obergeschoss wird die Entwicklung vom Laufrad bis zum Motorrad nachvollziehbar dargestellt, wobei besonders die regionalen Beiträge der Phänomen- und späteren Robur-Werke aus Zittau im Fokus stehen. Eine Sonderausstellung im zweiten Obergeschoss widmet sich der Geschichte der Rettungsinseln und Schlauchboote, die einst an diesem Ort produziert wurden.

Ein weiterer Bereich des Museums ist dem historischen Handwerk gewidmet. Im Eingangsbereich wurde eine Jugendstil-Malerei restauriert, die den architektonischen Charakter des Gebäudes unterstreicht. Die funktionierenden Exponate, darunter eine Lokomobile, eine Dampfmaschinenanlage mit Kessel, Generator und Schaltanlage sowie diverse stationäre Motoren, vermitteln einen anschaulichen Eindruck vom technischen Fortschritt des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Auch für jüngere Besucher gibt es im Museum eine kindgerechte Ausstellung mit einer „Tante-Emma“-Laden-Ecke sowie altem Kinderspielzeug und Lebensmitteln.

Das Museum verzeichnet durchschnittlich sehr gute Bewertungen und wird von Gästen regelmäßig als übersichtlich, gut gepflegt und informativ beschrieben. Besucher loben insbesondere die sorgfältige Präsentation seltener Exponate sowie die Vielfalt an technischen und motorradgeschichtlichen Schwerpunkten. Besondere Aufmerksamkeit genießt die Sonderausstellung im Dachgeschoss, die sich mit der lokalen Produktionsgeschichte von Rettungsgeräten beschäftigt. Das Museum ist in den Sommermonaten samstags und sonntags geöffnet, wobei die Öffnungszeiten saisonal variieren können. Regelmäßig finden zudem Sonderveranstaltungen statt, wie etwa das alljährliche Großschönauer Museumsfest oder die Teilnahme an der Historik Mobil im benachbarten Zittauer Gebirge.

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