Ev.-Luth. Pfarramt Jonsdorf
Highlights
- Die evangelisch-lutherische Kirche Jonsdorf wurde 1730 erbaut und ist bis 31. Oktober täglich geöffnet.
- Die Innenausstattung stammt teilweise aus anderen Kirchen, darunter der Altar aus der Zittauer Johanniskirche.
- Die barocke Kanzel und Holzschnitte von Hellmuth Muntschick zählen zu den künstlerischen Highlights der Kirche.
Tipps
- Die evangelisch-lutherische Kirche Jonsdorf ist täglich von Ostern bis 31. Oktober zwischen 9 und 18 Uhr geöffnet und frei zugänglich.
- Die Sandstein-Kirche mit barocker Kanzel und Holzschnitten von Hellmuth Muntschick lädt zur Besinnung und zum Gebet ein.
- Besucher finden in der Kirche Raum für persönliche Anliegen, Lieder und Stille – unabhängig von Glauben oder Herkunft.
Eigenschaften
Über Ev.-Luth. Pfarramt Jonsdorf
Das Ev.-Luth. Pfarramt Jonsdorf befindet sich im Kurort Jonsdorf im sächsischen Kreis Görlitz. Das Gotteshaus ist ein markantes Bauwerk im Zittauer Gebirge und steht seit seiner Einweihung im frühen 18. Jahrhundert im Zentrum des religiösen und kulturellen Lebens der Region. Die Kirche ist ein schlichter Saalbau mit ostwärts ausgerichtetem Chor und bietet Platz für rund 770 Besucher. Besondere architektonische Merkmale sind die zwei Emporen, die sich auch um den Altarraum herumführen, sowie die vollständig aus Sandstein errichtete Struktur – eine seltene Ausführung für Kirchenbauten in der Oberlausitz.
Die Innenausstattung vereint verschiedene Gaben aus der regionalen Kirchengeschichte. Der Altar stammt aus der ehemaligen Johanniskirche in Zittau und zeigt ein Gemälde der Kreuzabnahme Christi. Ein Lesepult aus einer evangelischen Kirche in Seifhennersdorf fand hier ebenfalls seinen Platz. Der Taufstein wurde 1883 aus Sandstein gefertigt und stammt aus unbekannter Herkunft. Eine barocke Kanzel zählt ebenso zu den kunstvollen Einrichtungsgegenständen wie die Holzschnitte von Hellmuth Muntschick, die sich an der linken unteren Empore befinden. Diese Holzschnitte entstanden in den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg und bilden den Zyklus der Passion Christi ab.
Die Orgel der Kirche wurde ursprünglich in einer Kapelle im Vogtland aufgestellt und später in Jonsdorf installiert. Nach einer umfassenden Restaurierung im Jahr 2012 durch die Firma Max aus Zittau erfüllt sie heute den Kirchenraum mit Klängen historischer Qualität. Die Turmuhr trägt mehrere Inschriften, die zum Nachdenken über den Lauf der Zeit anregen. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten in den 1990er Jahren wurden zudem drei neue Bronzeglocken eingeweiht, die heute jeden Sonntag und an kirchlichen Feiertagen zum Gottesdienst rufen.
Die Kirche ist täglich in den warmen Monagern geöffnet und lädt damit Besucher ein, sich in Ruhe mit der Sakralarchitektur und der Geschichte des Ortes auseinanderzusetzen. Gäste berichten von einer Atmosphäre, die zur Besinnung einlädt. Die Möglichkeit, Gebetsanliegen zu hinterlassen oder in Stille zu verweilen, wird von Besuchern geschätzt. Die Kirchgemeinde zeigt sich offen für alle, die den Ort aus Neugier oder Andacht betreten möchten.