Stadtpark

Station IV

76470 Ötigheim

Highlights

  • Station IV zeigt Jesus, der seiner Mutter Maria begegnet.
  • Die Begegnung findet auf dem Kreuzweg in Ötigheim statt.
  • Maria wird hier als „Mater Dolorosa“ dargestellt.

Tipps

  • Der Ötigheimer Kreuzweg verbindet die Wendelinuskapelle mit der Freilichtbühne und besteht aus 14 Stationen mit Bildstöckle aus Klinker und Ziegelsteinen.
  • Die Stationen sind regelmäßig mit Blumen geschmückt und laden zur Besinnung ein.
  • Der Weg eignet sich besonders für einen ruhigen Spaziergang im Freien und bietet Einblicke in die örtliche Geschichte.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Station IV

Station IV des Ötigheimer Kreuzwegs befindet sich im baden-württembergischen Ötigheim im Landkreis Rastatt. Sie ist Teil eines insgesamt 14-stationigen Kreuzwegs, der die Wendelinuskapelle mit dem Eingang der Freilichtbühne Ötigheim verbindet. Diese Station zählt zu den historischen Wegpunkten, die 1914 vom örtlichen Pfarrer Joseph Saier angelegt wurden. Ziel der Errichtung war es, den Besuchern der Freilichtbühne einen feierlich-spirituellen Zugang zum Veranstaltungsgeschehen zu ermöglichen. Die Stationen bestehen aus Bildstöckle, die aus Klinker- und Ziegelsteinen gefertigt wurden. Die Baupläne stammen vom Pfarrer selbst, die Umsetzung erfolgte durch Steuereinnehmer Fischer sowie den Hafner Friedrich Kühn und dessen Sohn Wilhelm.

Station IV thematisiert einen der zentralen Momente des Kreuzwegs: die Begegnung Jesu mit seiner Mutter Maria. Diese Station lädt zur Besinnung und Reflexion ein und bildet – wie alle anderen Stationen – einen kulturell wie religiös bedeutsamen Ort in der Ötigheimer Gemeinde. Der Kreuzweg wird bis heute gepflegt und von den Einheimischen mit Blumen geschmückt, was die andauernde Verbundenheit der Bevölkerung mit diesem Weg zeigt. Die sogenannten „Materln“, wie die Bildstöckle regional liebevoll genannt werden, sind fester Bestandteil des örtlichen Brauchtums.

Der Ötigheimer Kreuzweg erstreckt sich durch das Ortsgebiet und verbindet verschiedene Teile der Gemeinde miteinander. Er dient sowohl dem religiösen als auch dem kulturellen Austausch und lädt zur Wanderung und Auseinandersetzung mit der christlichen Passion ein. Die Stationen sind gleichmäßig entlang des Weges verteilt und bieten Gelegenheit zur Ruhe und Kontemplation. Station IV trägt somit ihren Teil dazu bei, den Kreuzweg als geschichtsträchtigen und stimmungsvollen Pfad im ländlichen Raum des Landkreises Rastatt zu etablieren.

Die handwerkliche Qualität der Stationen sowie ihre kunstvolle Anordnung spiegeln den bürgerschaftlichen und künstlerischen Einsatz der Erbauer wider. Die Stationen sind nicht nur religiöse Denkmäler, sondern auch Zeugnisse einer regionalen Initiative zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die enge Verzahnung von Glauben, Kultur und Gemeinschaft macht den Ötigheimer Kreuzweg zu einem bemerkenswerten kulturellen Gut im südbadischen Raum. Station IV steht dabei exemplarisch für die sorgfältige Gestaltung und den tiefen Bezug zur örtlichen Geschichte.

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