Denkmal/Gedenkstätte

Eppinger Linie

75447 Sternenfels

Highlights

  • Die Eppinger Linie war eine 86 km lange Verteidigungsanlage zwischen Pforzheim und Neckargemünd.
  • Errichtet 1695–1697 unter Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden als Schutz vor französischen Raubzügen.
  • Bestand aus Wall-Graben-System und hölzernen Wachtürmen, sogenannten Chartaques.

Tipps

  • Wanderweg entlang der historischen Eppinger Linie ist variabel begehbar und eignet sich für Familien mit Kindern oder Radfahrer.
  • Ehemalige Verteidigungsanlage aus dem 17. Jahrhundert mit Wall-Graben-System und Wachtürmen (Chartaques) erkunden.
  • Einstige Befestigungslinie diente im Pfälzischen Erbfolgekrieg zur Abwehr französischer Streitkräfte.

Eigenschaften

Outdoor Aktiv Bildung Romantisch Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kultur Denkmal Eppinger Linie Sternenfels

Die Eppinger Linie ist eine eindrucksvolle historische Verteidigungsanlage im Enzkreis in Baden-Württemberg, deren Verlauf auch durch den Ort Sternenfels führt. Errichtet im späten 17. Jahrhundert, diente sie als Schutz vor französischen Überfällen während des Pfälzischen Erbfolgekriegs. Unter der Leitung des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden, genannt „Türkenlouis“, wurde dieses Befestigungssystem in Fronarbeit von Zivilisten errichtet, die teils unter Zwang rekrutiert wurden. Die Linie erstreckte sich über eine Länge von 86 Kilometern von Weißenstein bei Pforzheim bis nach Neckargemünd und bildete eine bedeutende militärische Barriere.

Die Befestigungsanlage bestand aus einem etwa 40 Meter breiten Verhack, einem dahinterliegenden tiefen Graben und einem Wall, der aus dem Aushub des Grabens aufgeschüttet wurde. Zur Sicherung des Geländes dienten sogenannte Chartaquen – hölzerne Wachtürme mit einer Höhe von rund 12 Metern. Diese Blockhäuser dienten als Beobachtungs- und Verteidigungspunkte entlang der Linie. Besonders bemerkenswert ist, dass die Bevölkerung aus den umliegenden Gebieten gezwungen wurde, an den Bauarbeiten teilzunehmen – ein Umstand, der vielen Zivilisten erhebliches Leid bescherte, da sie sowohl von französischer als auch von eigener Armee unter Druck gesetzt wurden.

Heute sind Teile der Eppinger Linie als historisches Denkmal erhalten und nachgebaut. Besonders entlang des Eppinger-Linien-Wegs lassen sich Reste der Befestigungsanlagen und informative Schautafeln erkunden. Der Weg ist mit dem stilisierten Symbol einer Chartaque gekennzeichnet und führt auch durch landschaftlich reizvolle Gebiete des Naturparks Stromberg-Heuchelberg. Wanderer können die Strecke je nach Vorliebe verkürzen oder verlängern, weshalb der Weg besonders familienfreundlich ist und sich auch mit dem Fahrrad gut erkunden lässt. Die Route bietet nicht nur kulturelle, sondern auch natürliche Erlebnisse und lädt zu einem abwechslungsreichen Ausflug in die Geschichte ein.

In Sternenfels selbst sind Spuren der Linie noch heute sichtbar, was den Ort zu einem lohnenswerten Ziel für Kultur- und Naturinteressierte macht. Die Kombination aus historischem Erbe, landschaftlicher Vielfalt und gut ausgebauten Wegen macht die Eppinger Linie zu einem der beliebtesten Ausflugsziele in der Region. Mit einer hervorragenden Bewertung von 4,9 von 5 Sternen bei Google wird der Weg von Besuchern regelmäßig als „wunderschön“ und „sehr empfehlenswert“ beschrieben.

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Häufige Fragen zu Eppinger Linie

Was waren die Eppinger Linien?
Die Eppinger Linien waren eine befestigte Verteidigungsanlage, die Ende des 17. Jahrhunderts von Weißenstein bei Pforzheim bis nach Neckargemünd gebaut wurde. Sie diente zum Schutz vor französischen Raubzügen im Pfälzischen Erbfolgekrieg. {stand}.

Quelle: wikipedia

Warum wurden die Eppinger Linien gebaut?
Sie entstanden aufgrund des Pfälzischen Erbfolgekriegs, als König Ludwig XIV. von Frankreich Ansprüche auf das Pfälzer Erbe erhob. Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden ließ sie zur Verteidigung errichten. {stand}.

Quelle: wikipedia

Wie sah die Bauweise der Eppinger Linien aus?
Die Linien bestanden aus einem Verhack, einem 2,5 Meter tiefen Graben und einem Wall. Gesichert wurden sie durch Wachtürme namens Chartaquen, hölzerne Blockhäuser mit etwa 12 Metern Höhe. {stand}.

Quelle: wikipedia

Welche Rolle spielte die Zivilbevölkerung beim Bau?
Zivilisten, sogenannte „Schanzer“, mussten unter Zwang an den Bauarbeiten teilnehmen. Sie litten unter französischen Drohungen und deutschen Exekutionen, wenn sie sich weigerten. {stand}.

Quelle: wikipedia

Gibt es heute noch Überreste der Eppinger Linien?
Ja, es gibt Nachbauten der hölzernen Wachtürme u. a. in Eppingen und Mühlacker. Ein Turm wurde auch 1998 auf der Waldschanz südlich von Nie gebaut. {stand}.

Quelle: wikipedia