Kirche/Kloster

St. Marien

Bieberer Str. 55, 63065 Offenbach am Main

Highlights

  • St. Marien in Offenbach am Main ist eine neobarocke Katholik Kirche, erbaut 1911 bis 1913.
  • Sie beherbergt eine historische Orgel der Werkstatt Klais und das tiefste Geläut des Bistums Mainz.
  • Die Kirche liegt zentral im Stadtteil Mathildenviertel und dient auch der italienischsprachigen Gemeinde.

Tipps

  • St. Marien in Offenbach am Main ist eine neobarocke Kirche aus den Jahren 1911 bis 1913 und liegt zentral im Stadtteil Mathildenviertel.
  • Die Kirche beherbergt eine historische Orgel der Werkstatt Klais sowie das tiefste Geläut des Bistums Mainz.
  • Für Kerzenanbetung ist eine Voranmeldung erforderlich, da der entsprechende Raum verschlossen ist.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über St. Marien

Die katholische Kirche St. Marien in Offenbach am Main ist ein bedeutendes sakrals Kulturdenkmal inmitten der Stadt. Errichtet zwischen 1911 und 1913, zählt sie architektonisch zum neobarocken Stil und wurde vom Mainzer Dombaumeister Ludwig Becker entworfen. Die Kirche liegt im Stadtteil Mathildenviertel direkt an der Bieberer Straße und gilt als eines der wenigen erhaltenen Baudenkmäler dieser Epoche im hessischen Offenbach. Sie dient als Heimat der gleichnamigen Pfarrgemeinde, die wiederum Teil der Pfarrei St. Franziskus ist und somit zum Bistum Mainz gehört.

Die Marienkirche beherbergt bemerkenswerte künstlerische und musikalische Besonderheiten. Dazu gehören eine historische Orgel aus der Werkstatt Klais sowie das tiefste und schwerste Geläut des Bistums Mainz. Im Voraltar ruhen zudem Reliquien der Heiligen Maria Giuseppa Rossello. Die Fassade der Basilika mit Querschiff und geschlossenem Chor wird durch einen vorspringenden Mittelrisalit und ein reich verziertes Portal geprägt. Die bildhauerischen Arbeiten stammen von Hans Steinlein und verleihen dem Bau zusätzlich künstlerischen Rang. Das Ensemble wird durch einen Vorhof – den sogenannten Paradieshof – ergänzt, der von Pfarr- und Küsterhaus flankiert wird.

Die Geschichte der Kirche spiegelt die Entwicklung der katholischen Gemeinde in Offenbach wider. Mit dem wachsenden katholischen Bevölkerungsanteil im Zuge der Industrialisierung wurde St. Marien als zweite katholische Gemeinde nach St. Paul gegründet. Der Baubeginn erfolgte 1911 auf einem bereits 1894 erworbenen Grundstück, nachdem zuvor eine Behelfskirche an der Krafftstraße eingerichtet worden war. Die Weihe des Kirchengebäudes fand zwei Jahre später statt und markierte einen weiteren Meilenstein im kirchlichen Leben der Stadt.

Heute dient die Kirche nicht nur der deutschen katholischen Gemeinde, sondern wird auch regelmäßig von der italienischsprachigen Katholischen Gemeinde in Offenbach genutzt. Diese betreut mit ihrem Einzugsgebiet auch die umliegenden Dekanate Rodgau und Seligenstadt. Die Kirche ist sowohl für ihre sakrale Funktion als auch als kultureller Anlaufpunkt von Bedeutung. Zahlreiche Veranstaltungen, Gottesdienste und Konzerte finden hier statt, darunter traditionelle Glockenkonzerte oder Auftritte des Süddeutschen Kammerchores.

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