Museum für ehemals Großherzoglich Badische Schulen
Highlights
- Das Museum zeigt ein originalgetreues Klassenzimmer aus dem Jahr 1900 mit 60 Sitzplätzen und wechselnde Ausstellungen.
- Ausgestellt sind Schulbilder, Nähmaschinen, Tierpräparationen und Technikmodelle wie Lichtwerfer und Epidiaskop.
- Ein Elektrosonderraum widmet sich dem Offenburger Erfinder Friedrich August Haselwander und Drehstromtechnik.
Tipps
- Der Besuch des historischen Klassenzimmers aus dem Jahr 1900 bietet Einblicke in pädagogische Methoden und Schulalltag vergangener Epochen.
- In der Nähstube werden traditionelle Handarbeiten sowie eine umfangreiche Sammlung historischer Nähmaschinen präsentiert.
- Die Schulbilder-Sammlung umfasst technische Modelle, religiöse Gegenstände und eingezogene Exponate nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen.
Eigenschaften
Ausflug Kultur-Museum Offenburg-Zell-Weierbach: Ehemalige Großherzogliche Schule
Das Museum für ehemals Großherzoglich Badische Schulen in Offenburg-Zell-Weierbach bietet einen faszinierenden Einblick in die pädagogische und kulturelle Geschichte der Region. Im Mittelpunkt steht ein originalgetreues Klassenzimmer aus der Zeit um 1900, das mit 60 Sitzplätzen und authentischer Ausstattung die Lernbedingungen vergangener Epochen lebendig werden lässt. Neben diesem historischen Raum präsentiert das Museum einen großen Ausstellungsbereich, der wechselnde Themen aufgreift und so stets neue Perspektiven eröffnet.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Schulbilder-Sammlung, die eine vielfältige Auswahl an Exponaten vereint. Dazu gehören historische Schulkasten, präparierte Tiere, technische Modelle sowie religiöse Gegenstände. Besonders bemerkenswert sind Lichtbildwerfer und Epidiaskope, die einst als moderne Lehrmittel dienten. Zudem zeigt die Sammlung Asservate der Hauptzollämter aus Stuttgart und Frankfurt-Flughafen, die im Rahmen des Washingtoner Artenschutzabkommens eingezogen wurden.
Für Technikbegeisterte und Handwerkerinteressierte bietet die Nähstube einen spannenden Einblick in die Welt der Textilherstellung. Hier sind Schmuckstücke aus der Handarbeit ausgestellt, ergänzt durch eine Sammlung alter Nähmaschinen und einen großen Präparationsschrank mit über 100 Exponaten. Die Verbindung von praktischer Bildung und handwerklichem Können unterstreicht die Bedeutung der Schule als Ort des Lernens und der Kreativität.
Ein weiterer Highlight ist der Elektrosonderraum „Friedrich August Haselwander“, der dem Offenburger Erfinder des Drehstrommotors gewidmet ist. Die Sammlung von Erwin Obrecht dokumentiert die technischen Innovationen der Region und zeigt, wie Wissenschaft und Bildung Hand in Hand gingen. Ergänzend dazu lädt das Museum mit seiner wechselnden Bibliothek und weiteren Ausstellungen zum Entdecken ein – etwa durch die Verbindung zu Nachbarorten wie Ortenberg, wo das benachbarte Marionetten-Museum Peter Scharte mit 170 handgefertigten Hästrägern aus dem schwäbisch-alemannischen Raum beeindruckt.
Das Museum verbindet thus nicht nur lokale Geschichte mit pädagogischem Erbe, sondern bietet auch Einblicke in die kulturellen und technischen Entwicklungen der Region. Ob als Ausflugsziel für Familien, Geschichtsinteressierte oder Schulklassen – hier wird Geschichte erlebbar und greifbar.