Denkmal/Gedenkstätte

Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen

12524 Berlin

Highlights

  • Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen steht in Berlin.
  • Es erinnert an die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung aufgrund ihrer sexuellen Identität.
  • Die Stiftung betreut das Mahnmal gemeinsam mit anderen Gedenkstätten in der Stadt.

Tipps

  • Das Denkmal befindet sich am Nollendorfplatz, nahe der U-Bahn-Station. Aus dem Tiergarten kommend ist es in Richtung Straße gut erreichbar.
  • Im Inneren des Denkmals kann ein kurzer Film über die Verfolgung Homosexueller im Nationalsozialismus angesehen werden. Die Laufzeit beträgt etwa drei Minuten.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen

Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen befindet sich im Zentrum von Berlin und erinnert an die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung aufgrund ihrer sexuellen Identität. Es wurde von dem Künstler Knud T. Splittgerber entworfen und 2008 eingeweiht. Die Gestaltung des Denkmals orientiert sich an der Form eines grauen Kastens mit einem kleinen Fenster, durch das ein kurzer Film zu sehen ist. Dieser Film thematisiert die Diskriminierung und Verfolgung homosexueller Männer unter der nationalsozialistischen Herrschaft.

Die Inschrift am Denkmal trägt den Text: „Den Homosexuellen, die im Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden.“ Sie verdeutlicht den Gedenkcharakter des Ortes und würdigt die oft übersehenen Opfergruppen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas ist Trägerin des Denkmals und betreut es gemeinsam mit weiteren Gedenkorten in Berlin. Die Einbettung des Denkmals in das Stelenfeld des Holocaust-Denkmals unterstreicht die Bedeutung einer umfassenden Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus.

Besucher*innen berichten, dass das Denkmal von außen unauffällig wirkt und bei einer ersten Begegnung möglicherweise übersehen wird, insbesondere wenn man aus Richtung Tiergarten kommt. Kritik gibt es auch an der mangelnden Informationslage vor Ort. Neben dem kurzen Film gibt es keine weiteren Erklärungen oder Kontexte, was vor allem für interessierte Besucher*innen enttäuschend sein kann. Dennoch wird die inhaltliche Aussage des Denkmals als wichtig und notwendig wahrgenommen, auch wenn die ästhetische Umsetzung nicht jedermanns Geschmack entspricht.

Das Denkmal nimmt einen zentralen Platz in der Berliner Erinnerungskultur ein die oft verdrängte Geschichte der Verfolgung von Homosexuellen im Nationalsozialismus sichtbar zu machen. Es ist Teil eines breiteren Netzwerks von Mahnmalen und Gedenkstätten, die verschiedene Opfergruppen des NS-Regimes würdigen. In diesem Kontext bietet das Denkmal Raum für Reflexion und Erinnerung – sowohl für die unmittelbare Auseinandersetzung mit der Geschichte als auch für die aktuelle gesellschaftliche Debatte um Akzeptanz und Menschenrechte.

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