Museum

Heimat- und Torfmuseum

Rathausstraße 3, 82194 Gröbenzell

Highlights

  • Das Heimat- und Torfmuseum Gröbenzell zeigt die Lebensumstände um die Gründungszeit der Siedlung und die Torfgewinnung vor Ort.
  • Im Museum ist eine originalgroße Nachbildung einer Wohnstube der damaligen „Möslerhäuser“ zu sehen.
  • Seit März 2024 präsentiert das Museum eine Sonderausstellung mit über 800 historischen Fleißbildchen aus einer Privatsammlung.

Tipps

  • Das Museum ist sonntags von 10.30 bis 12.30 Uhr geöffnet und befindet sich im Dachgeschoss der Alten Schule.
  • Ein barrierefreier Zugang ist über einen Lift gewährleistet.
  • Aktuell läuft eine Sonderausstellung mit über 800 historischen Fleißbildchen aus einer Privatsammlung.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Heimat- und Torfmuseum

Das Heimat- und Torfmuseum in Gröbenzell befindet sich im Dachgeschoss der ehemaligen Schule, die inzwischen zum historischen Zentrum des Ortes zählt. Die Einrichtung widmet sich der Darstellung der Lebensumstände der Bevölkerung um die Gründungszeit der Siedlung und beleuchtet insbesondere die Bedeutung der Torfgewinnung für die Region. Torf war ein zentraler Brennstoff und Wirtschaftsfaktor, bei dessen Gewinnung ganze Familien, zeitweise auch Kinder, tatkräftig unterstützten. Die Ausstellung veranschaulicht diese Prozesse durch anschauliche Schautafeln, Dioramen und originalgetreue Nachbildungen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der lokalen Geschichte und Entwicklung des Ortes. Bereits im Jahr 1570 wurde Gröbenzell als Sitz einer Zollstation erwähnt. Mit dem Ausbau der Eisenbahnstrecke München–Augsburg im Jahr 1839 und der Eröffnung einer eigenen Bahnstation im Jahr 1898 veränderte sich das Stadtbild nachhaltig. Neben dem Torfstich lebten die Einwohner vor allem vom Handwerk und der Landwirtschaft. Eine besondere Rolle spielte die Zucht der hornlosen Ziegen, die weit über die Grenzen des Landkreises Fürstenfeldbruck hinaus bekannt waren. Im Museum ist zudem eine originalgroße Nachbildung einer Wohnstube aus einem typischen „Möslerhaus“ zu sehen.

Die Alte Schule selbst ist eng mit der Ortsgeschichte verbunden. Sie wurde zeitgleich mit der katholischen Pfarrkirche St. Johann Baptist im Jahr 1925 erbaut und diente zunächst als einklassige Volksschule. Nach verschiedenen Nutzungsphasen wurde das Gebäude 1999 kernsaniert und beherbergt seitdem unter anderem das Heimat- und Torfmuseum. Die Räumlichkeiten sind barrierefrei zugänglich, der Zugang erfolgt über einen Lift.

Das Museum wird ehrenamtlich von Mitgliedern des Vereins „Die Gröbenhüter“ betreut, die sich regelmäßig treffen, um die Öffnungstermine und Ausstellungsarbeiten zu organisieren. Neben den Dauerausstellungen werden immer wieder Sonderausstellungen gezeigt, darunter beispielsweise eine umfangreiche Sammlung von über 800 Fleißbildchen aus Privatbesitz. Diese spiegeln die kulturelle und handwerkliche Tradition der Region wider und ergänzen das breite Spektrum an Exponaten im Museum.

Die Museumsleitung liegt bei Michael Jaumann, der gemeinsam mit dem Vereinsvorstand und zahlreichen Freiwilligen die Inhalte pflegt und weiterentwickelt. Das Heimat- und Torfmuseum bietet Einblicke in die Vergangenheit der Region und vermittelt ein lebendiges Bild der Lebensweise früherer Generationen in Gröbenzell und Umgebung.

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