Denkmal/Gedenkstätte

Hauptwache Fliegerhorst

Alexanderstraße 461, 26127 Oldenburg (Oldb)

Highlights

  • Erster deutscher Fliegerhorst (seit 1897) als Exerziergelände für die Kaiserliche Armee in Oldenburger Heide gelegen.
  • Bedeutender Standort der Luftwaffe mit Starfighter und Phantom bis in die 1980er; heute Museum mit historischen Flugzeugen und Dokumenten.
  • Verein *Jagdbombergeschwader 43* betreibt seit 1993 Ausstellungen in der alten Sanitätsstaffel mit Exponaten zur Fliegerhorst-Geschichte.

Tipps

  • Der historische Fliegerhorst zeigt auf dem Gelände Spuren aus der Zeit des Ersten Weltkriegs sowie militärische Nutzung ab 1897 als Exerziergelände.
  • In der alten Sanitätsstaffel befindet sich eine Ausstellung mit historischen Dokumenten, Fotos und Exponaten zur Entwicklung des Flugplatzes und der Luftwaffe.
  • Ein Besuch der Ausstellungsräume ermöglicht Einblicke in die Geschichte des Jagdbombergeschwaders 43 und seiner Flugzeuge wie den Starfighter.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Hauptwache Fliegerhorst – Kulturdenkmal Oldenburg (Oldb)

Der Hauptwache Fliegerhorst in Oldenburg (Oldb) ist ein historisch bedeutsamer Ort mit tiefen Wurzeln in der Militärgeschichte der Region. Ursprünglich als Teil einer ausgedehnten Heidelandschaft gelegen, die sich zwischen der Stadt und dem Ammerland erstreckte, entwickelte sich das Gelände im späten 19. Jahrhundert zu einem militärischen Exerzierplatz. Die strategische Lage außerhalb der bebauten Fläche machte es zum idealen Standort für militärische Übungen und später zu einem zentralen Fliegerhorst der Luftwaffe.

Besonders prägend für die Geschichte des Standorts war die Stationierung moderner Kampfflugzeuge. In den 1960er Jahren wurde der Fliegerhorst zu einem wichtigen Drehpunkt für die Einführung neuer Waffensysteme. Neben dem Starfighter gehörte er zu den Standorten, an denen eines der ersten neu entwickelten Kampfflugzeuge der Luftwaffe stationiert war. Auch nach der Einführung der Phantom blieb der Standort bis in die frühen 1980er Jahre ein zentraler Einsatzort für Jagdbombergeschwader.

Nach der Außerdienststellung des Fliegerhorsts wurde das Gelände zu einem Ort der Erinnerung und des Engagements ehemaliger Soldaten. 1993 gründete sich hier der Verein „Freunde des Jagdbombergeschwaders 43“, der sich bis heute der Bewahrung der Geschichte des Standorts verschrieben hat. Im ehemaligen Sanitätsgebäude des Fliegerhorsts unterhält der Verein ein Ausstellungsgebäude, das mit historischen Dokumenten, Fotos und Exponaten die Entwicklung des Fliegerhorsts und seiner Bedeutung für die Luftwaffenhistorie dokumentiert.

Die Ausstellung bietet Besuchern einen Einblick in die militärische Vergangenheit der Region und zeigt, wie sich der Fliegerhorst von einem abgelegenen Exerzierplatz zu einem zentralen Knotenpunkt der Luftwaffe entwickelte. Besonders interessant sind die Originaldokumente und Bilder, die das Leben und die Technik der dort stationierten Einheiten lebendig werden lassen. Der Verein lädt alle Interessierten ein, die Ausstellung zu besuchen und sich auf eine Zeitreise durch die Geschichte des Hauptwaches zu begeben.

Der Fliegerhorst ist damit nicht nur ein historisches Denkmal, sondern auch ein Ort der Begegnung für ehemalige Soldaten und Geschichtsinteressierte. Die Ausstellung in der alten Sanitätsstaffel zeigt, wie militärische Geschichte und regionale Identität eng miteinander verbunden sind – ein Besuch lohnt sich für alle, die sich für die Luftwaffenvergangenheit und die Entwicklung Oldenburgs (Oldb) im 20. Jahrhundert begeistern.

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